Zweiter Wohnsitz in Ostende? Bitte anmelden!

Vor zwei Jahren erhöhte die Stadtverwaltung des Küstenbadeortes Ostende ihre Kommunalsteuer auf zweite Wohnsitze um 54 %, um damit die städtischen Finanzen zu speisen. Das bedeutet, dass die Eigner oder Mieder solcher Zweitwohnsitze jährlich eine Gebühr von 1.000 € entrichten müssen. Hunderte solcher Wohnsitze allerdings wurden bis heute offenbar nicht angemeldet.

Die Stadtverwaltung von Ostende hat in den vergangenen Wochen drei junge Leute im Rahmen ihres Ferienjobs damit beauftragt, nachzuforschen, ob bestimmte Wohnungen unangemeldete zweite Wohnsitze sein könnten. Die Studenten fertigten eine Liste von rund 900 Adressen von Wohnungen an, deren Zweckbestimmung unklar scheint.

Dabei verglichen sie die Angaben des Bevölkerungsregisters mit denen des Katasteramtes von Ostende. Es galt dabei herauszufinden, ob die betreffenden Wohnungen nur zweitweise bewohnt sind, ob sie zum Verkauf oder zur Vermietung stehen oder ob sie vorläufig zwecks Renovierung leer stehen. Die Besitzer der angemerkten Immobilien werden jetzt von der Stadt angeschrieben und müssen Auskunft erteilen.

Viele Wohnungfen oder Häuser an der belgischen Nordseeküste sind Zweitwohnsitze von Landsleuten aus dem In- oder Ausland. Manche von ihnen werden auch als Ferienwohnungen vermietet.