Strom in Flandern seit 2007 viel teurer

Seit der Liberalisierung der Energiemärkte im Jahr 2007 sind die Preise für Strom und Gas deutlich gestiegen. Einer Studie der belgischen Energieaufsichtsbehörde CREG zufolge nahmen die Stromkosten für einen flämischen Durchschnittshaushalt seitdem um 26,5 Prozent zu. Ziel der Liberalisierung war es, die Konkurrenz zu fördern und damit Energie billiger zu machen.

In der Wallonie verteuerte sich die Stromrechnung um 20,78 %, in Brüssel um 9 % und im belgischen Schnitt um 20,78 %. Die flämische Durchschnittsfamilie bezahlt 26,5 % mehr, flämische Betriebe aber 0,05 % weniger.

26,5 % mehr bedeutet, dass die flämische Stromrechnung im Vergleich zu 2007 inzwischen jährlich 114 Euro teurer ausfällt und schuld sind daran die höheren Vertriebsnetzkosten, die sich in den anderen belgischen Regionen weniger verteuerten als in Flandern. Auch andere Abgaben, etwa für erneuerbare Energie und Kraft-Wärme-Kupplung, wurden erhöht.

Auch Gas wurde für belgische Privathaushalte 27,9 % teurer. Eine flämische Familie zahlt für Gas inzwischen 293 Euro pro Jahr (+ 25,7 %) mehr.