Reit-EM: Eine belgische Medaille in Aachen

Die belgische Reitsportmannschaft konnte doch noch mit einer Medaille von der Reitsport-Europameisterschaft in Aachen heimkehren. Beim abschließenden Einzelspringen gewann Gregory Wathelet (Foto) am Sonntag noch Silber. Er verpasste das Gold nur knapp. Sieger wurde der Niederländer Jeroen Dubbeldam.

Gregory Wathelet gewann am Sonntag bei der Aachener Reit-EM die Silbermedaille im Einzelspringen mit seinem Pferd Conrad de Hus, ein zehnjähriger Holsteiner.

Er wurde Zweiter hinter dem niederländischen Titelverteidiger Jeroen Dubbeldam und vor dem Franzosen Simon Delestre. Wathelet leistete sich keinen Fehler und hatte nur auf Punkteebene das Nachsehen gegen seinen Konkurrenten aus den Niederlanden.

Wathelet, der übrigens zwischen 2005 und 2007 für die Ukraine gestartet war, gewann damit die erste EM-Medaille seit Jos Lansink, der 2007 ebenfalls die Silbermedaille für unser Land holte. Der 35jährige Wathelet freute sich außerordentlich über seine Medaille. In Aachen sagte er, dass sein Pferd für ihn gekämpft habe.

Wehrmutstropfen

Allerdings hat die Medaille für Wathelet auch eine Kehrseite: Der belgischen Reitsportmannschaft ist in Aachen nicht gelungen, das Ticket für die Olympischen Spiele zu lösen. Für den belgischen Delegationsleiter und Mannschaftskapitän der Springreiter Dirk Meersman ist dies ein schwerer Schlag:

„Wir haben wenig Schneid gezeigt und keine Kämpfermentalität an den Tag gelegt.“ Das Olympia-Ticket war das erklärte Ziel der Belgier, so Meersman. Europäisches Edelmetall sei eher eine Nebensache gewesen. Und doch freuten sich die Mannschaftskollegen über das Silber für Gregory Wathelet und seinen Holsteiner.