Moslemisches Opferfest: Schlachtproblem geregelt?

Flanderns Landesminister für Tierschutz Ben Weyts (N-VA) hat im Parlament angedeutet, dass das diesjährige moslemische Opferfest, das in 30 Tagen stattfindet, problemlos durchgeführt werden könne. Es sei in den offiziellen Schlachthöfen ausreichend Kapazität vorhanden, damit die zu opfernden Schafe unter Aufsicht unbetäubt geschlachtet werden können.

Vor einiger Zeit sorgte eine kontroverse Diskussion um das Schlachtvieh für das anstehende moslemische Opferfest im belgischen Bundesland Flandern. Dabei ging es um die Frage, ob das Schächten von Schafen ohne Betäubung nun verboten sei oder nicht. Tierschutzminister Weyts ist persönlich gegen diese Vorgehensweise.

Offiziell ist unbetäubtes Schlachten in Flandern in zeitlich begrenzt eingerichteten Gelegenheitsschlachthöfen verboten. Diese werden im Vorfeld des Opferfestes in ganz Belgien eingerichtet, damit dort in großer Zahl Schafe geschlachtet werden können. Dies soll verhindern, dass gläubige Moslems ihre Opfertiere illegal zu Hause schlachten.

Jetzt gab Minister Weyts bekannt, dass in den offiziellen Schlachthöfen in Flandern ausreichend Platz sei, Opfertiere zu schlachten: „2014 wurden dort 9.000 Schafe geschlachtet und jetzt beträgt die Zahl 11.350 Tiere. Es besteht eine substantiell höhere Schlachtkapazität, die in den Schlachthöfen geschaffen werden konnte. Wenn das Opferfest über drei Tage verbreitet, wird diese Kapazität verdreifacht.“

Wirklich gelöst ist dieses Problem damit noch nicht, denn in der Provinz Limburg gibt es für die vielen dort seit Generationen lebenden Moslems nicht genug Schlachtplätze, denn offizielle Schlachthöfe sind meist zu klein. Die Opposition im flämischen Landesparlament erwartet ein Chaos im Zuge des Opferfestes und die Moslems fühlen sich in der Ausübung ihres Glaubens benachteiligt.