Tuymans Kurator in London für Kunst aus Belgien

Der belgische Künstler Luc Tuymans (Foto) bereitet in diesen Tagen eine Ausstellung über belgische Kunst für eine Stiftung in London vor. Tuymans mag zwar ein figurativ arbeitender Künstler sein, für die Ausstellung in der britischen Hauptstadt allerdings wählte er als Kurator abstrakte zeitgenössische Werke aus.

Tuymans wählte für die Ausstellung „The Gap - Selected Abstract Art from Belgium. Curated by Luc Tuymans for Parasol unit” in der Parasol unit foundation for contemporary art im Londoner Stadtteil Shoreditch etwa 40 Werke von Künstlern, wie Francis Alÿs, Raoul de Keyzer oder Gert Robijns aus, aber auch von seiner Ehefrau Carla Arocha und deren künstlerischem Partner Stéphane Schraenen.

Dabei handelt es sich sowohl um zeitgenössische Künstler, als auch um Kunstschaffende aus dem vergangenen 20. Jahrhundert. Einige dieser Künstler gehören nach Ansicht von Kurator Tuymans zu einer Art „vergessene Generation“, die heute selbst in ihrer belgischen Heimat kaum noch eine Rolle spielen oder beachtet werden. Tuymans selbst wunderte sich am Dienstagabend im neuen VRT-Fernsehmagazin „De Afsprak“ darüber, dass es eine derartige Ausstellung in Belgien selber noch nicht gegeben habe.

Die Ausstellung findet in den Räumen einer Stiftung in London statt, die eine aus dem Iran stammende Kunstsammlerin im Jahr 2004 gegründet hat. Das ist keine Galerie, in der ausgestellte Kunst erworben werden kann, sondern in der Ausstellungskonzepte umgesetzt werden, die einzig und allein publikumsgerichtet sind. Die Stiftungsgründerin Dr. Ziba Ardlan ist ganz nebenbei bemerkt auch Sammlerin von Kunstwerken von Luc Tuymans.

Info

"The Gap - Selected Abstract Art from Belgium. Curated by Luc Tuymans for Parasol unit" findet statt vom 9. September 2015 bis zum 6. Dezember 2015 und zwar in der Parasol unit foundation for contemporary art, 14, Wharf Road, London N1 7RW im Stadtteil Shoreditch.

Die Ausstellung findet übrigens mit der Unterstützung der flämischen Landesregierung statt und zwar über das Kulturförderungsprojekt "Flanders - State oft he Art"