Verbraucher: Viele Klagen zum Internethandel

Das Kontrollorgan des belgischen Wirtschaftsministeriums registrierte im vergangenen Jahr etwa 16.500 Meldungen und Klagen zu negativen Erfahrungen, die Verbraucher, Unternehmen, Organisationen und sogar Behörden In Zusammenhang mit Ein- oder Verkauf mit Waren und Gütern machten. Etwa 2.500 dieser Vorgänge betrafen den Internethandel.
Verwendung weltweit, usage worldwide

2013 beliefen sich die beim Bundeswirtschaftsministerium in Belgien eingegangenen Klagen zum Handel und Wandel in der Wirtschaft Probleme im Bereich Internethandel, Neudeutsch E-Commerce, auf 2.300 Fälle. Ein Jahr später kletterte die Zahl auf 2.500 Fälle, wie der Jahresbericht des Kontrollorgans dieses Ministeriums belegt.

Rund die Hälfte aller Klagen zum Internethandel betrafen irreführende Werbung und ein Drittel behandelte nicht gelieferte Bestellungen. Typisches Beispiel waren dabei kostenlose Proben von Schönheitsprodukten, die via Internet zu beziehen waren. In vielen Fällen war dieser Vorgang wohl an ein teures Abonnement für den Bezug von solchen Produkten gebunden, was aus der Werbung nicht oder nur schwerlich ersichtlich war.

Bei der Wirtschaftsinspektion hieß es dazu zumeist, dass es sich hierbei in den allermeisten Fällen um Internet-Unternehmen handele, die aus dem Ausland kommen und gegen die nur schwer vorgegangen werden könne. Weitere häufig auftauchende Probleme gibt es in den Bereichen Garantien oder Kredite

Eigene Recherchen

Aber, wie Wirtschaftsinspektion untersuchte bei ihren Recherchen auch einige Bereiche, um potentielle Kunden vor Betrug zu warnen. So wurden fast 270 Webseiten unter die Lupe genommen, die mit Produkte zum Abnehmen feilboten. In 140 Fällen wurden hier Unregelmäßigkeiten festgestellt.

Ein Problem bleibt auch der Handel mit gefälschten Markenprodukten. Im Rahmen einer europaweiten Kontrolle wurden in diesem Zusammenhang 480 Domainnamen blockiert. In 225 Fällen ging es dabei um Unternehmen, die auch in Belgien über das Kürzel „.be“ oder „.eu“ tätig waren.

Weniger Kontrollen

Die Zahl der effektiven Kontrollen, die die Kontrollbehörde des belgischen Wirtschaftsministeriums durchführt, ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen.

Wim Van Poucke, der Direktor der Kontrollbehörde sagte dazu, dass man derzeit und auch in Zukunft zielgerichteter vorgehe: „2014 führten wir 12 % weniger Kontrollen durch, doch wir wollen mit weniger Mitteln effizienter arbeiten. Unser Fokus liegt deshalb bei spezifischeren und zielgerichteten Kontrollen.“

Zudem hieß es dazu von Seiten des Bundeswirtschaftsministeriums, dass die Bürger und Verbraucher heute mündiger seien und selbst Initiative gegen Betrug (im Internet) ergreifen würden. Das Ministerium würde dies sogar ermutigen.