Gordelfestival: Es wird gelaufen und gestrampelt

In den Gemeinden um Brüssel findet am heutigen Sonntag das 3. Gordelfestival statt. Früher hieß die Veranstaltung De Gordel. Die Teilnehmer können von verschiedenen Startplätzen aus teilnehmen. Es kann gewandert oder geradelt werden. Mit dem Festival soll nicht nur die schöne Landschaft um Brüssel genossen, sondern auch der flämische Charakter in den betreffenden Gemeinden betont werden.

Die meisten Teilnehmer genießen einfach die Rad- und Wandertour. Traditionell sind aber auch wieder Spitzenpolitiker, vor allem von den flämischen Regionalisten (N-VA) am Start, berichtet die VRT-Journalistin Nina Verhaeghe aus Huizingen.

Auch der flämische Minister für Verkehr, öffentliche Arbeiten, flämische Gemeinden um Brüssel sowie für Tourismus und das Wohl der Tiere, Ben Weyts, war an diesem Sonntagmorgen vor Ort: "Ich wusste nicht, dass ich schon so früh hier sein muss, aber ich wohne in der Tat zwei Straßen weiter und bin froh, dass in meiner Gemeinde abgefahren wird und dass die Sache, um die es uns geht, nämlich um den flämischen und grünen Charakter unserer Gegend, in den Mittelpunkt gestellt wird."

Auch die Oppositionspartei, der rechtsextreme Vlaams Belang, ist vor Ort, nicht mit Rädern, sondern mit Hometrainern, auf denen Menschen sitzen und strampeln. Sie sind der Meinung, dass Flandern auf der Stelle strampele und die heutige Politik nichts gegen die "Verbrüsselung" der Gemeinden um Brüssel herum und gegen die Verstädterung dieser Kommunen tue. Die heutige Politik würde ganz im Gegenteil der Verstädterung noch Vorschub leisten, heißt es beim Vlaams Belang.