Flughafen Bierset verklagt Bauern nach Protesten

Die Betreiber des Lütticher Regional- und Cargo-Flughafens in Bierset haben Klage gegen Unbekannt nach den Schäden, die dort während einer Blockade erboster Landwirte angerichtet worden waren, eingereicht. Der damals entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 10.000 €.

In der Nacht zum 19. August hatten erboste Landwirte gegen die Tatsache protestiert, dass in Lüttich Agrarerzeugnisse per Flugzeug aus dem Ausland importiert würden, während sie für ihre Erzeugnisse Preise erzielen, die deutlich unter den Produktionskosten liegen.

Bei diesen Protesten wurde der Eingang zu einer Halle aufgebrochen und es wurden die Privatwegen einiger Mitarbeiter des Unternehmens Avia Partner beschädigt. Daneben musste der Flughafen auf eigene Kosten Mist beseitigen lassen, den die Landwirte vor dem Flughafen verstreut hatten. Nicht zuletzt mussten auch einmal mehr Reifen aufgeräumt werden, mit denen die Bauern Zufahrtsstraßen zum Flughafen von Bierset blockiert hatten.

Die Flughafenverwaltung teilte in diesem Zusammenhang mit, dass die Lütticher Polizei über Videos und Aufnahmen von Überwachungskameras verfüge, die die Täter unter den protestierenden Landwirten am 19. August identifizieren würden.

Nicht die erste Klage ihrer Art

Unlängst hatte die wallonische Regionalbehörde SPW Klage nach Protestkundgebungen durch erboste Landwirte in den Gemeinden Ollignies und Ghislenghien in der Provinz Hennegau Schadensersatzklagen gegen die belgischen Landwirtschaftsverbände eingereicht. Bei Protesten gegen die niedrigen Abnahmepreise für Agrarprodukte wurden damals, Ende Juli, schwere Schäden angerichtet.