Asyl: Linke Nationalisten von Vlinks äußern sich

Mit Vlinks meldet sich jetzt auch die linke Seite der flämischen Bewegung zu Wort. Angesichts der Asylkrise in unserem Land kommen die linken „Flaminganten“ mit einem deutlichen Signal an die Öffentlichkeit: Flandern müsse eine offene Region sein, ein Flandern, das seinen Beitrag leisten wolle, um das Leid von Kriegsflüchtlingen zu mildern.“

Nach eigenen Angaben finden die Mitglieder der Bewegung, von denen einige bei der flämisch-nationalistischen Webseite „Doorbraak“ aktiv sind, ihren Weg bei den Nationaldemokraten der N-VA nicht unbedingt. „Die flämische Bewegung kann sich auf eine lange Tradition der Emanzipierung berufen. Davon ist gegenwärtig bei der N-VA nicht mehr viel zu finden“, sagte Vlinks-Sprecher Johan Velghe, der auch Vorsitzender des „Priester Daens-Fonds“ ist.

„Es ist in der Tat nicht unsere Schuld, dass Kinder im Mittelmeer sterben, doch die Verantwortung des Westens für das Chaos im Nahen Osten ist nicht zu minimalisieren“, so Velghe. Die Vlinks-Bewegung will sich zu einem Netzwerk der Solidarität aufbauen.

Der Kampf um die flämische Sache dürfe nicht dazu dienen, Rassismus anzustacheln, so der Vlinks-Sprecher in einem Kommentar auf der Webseite der flämischen Tageszeitung De Standaard. In der Asylfrage alle Grenzen zu öffnen, sei ein globales, geografisches, politisches und religiöses Problem, doch alle Grenzen zu schließen, um damit alle Probleme zu lösen, sei schlichtweg naiv, so Johan Velghe zur aktuellen Asyl- und Flüchtlingssituation in Belgien im Allgemeinen und im belgischen Bundesland Flandern um besonderen.