Die VRT muss bis 2020 286 Stellen streichen

Unser Haus, der öffentlich-rechtliche Rundfunk des belgischen Bundeslandes Flandern, VRT, muss sparen und in diesem Zusammenhang auch Stellen streichen. In einem so genannten „Transformationsplan“ der VRT-Direktion, der allerdings noch vom Verwaltungsrat besprochen werden muss, steht die Zahl von 286 zu streichenden Stellen.
© VRT 2008

Das der flämische Rundfunk VRT sparen muss, ist schon lange bekannt. Details dazu blieben bis jetzt aber aus. Doch in dieser Woche geriet der so genannte „Transformationsplan“ der VRT-Direktion durch ein Presseleck an die Öffentlichkeit und zwar noch bevor der Verwaltungsrat des Senders dazu Stellung nehmen konnte.

Sicher war und ist, dass der Sender in den kommenden Jahren sparen muss. Ansonsten, so heißt es in dem Papier, droht bis 2020 ein Minus von bis zu 25 Mio. €. Deshalb müssen in den nächsten Jahren bis zu 286 Stellen gestrichen werden. Das bedeutet, dass die VRT jeden siebten Arbeitsplatz unter die Lupe nehmen muss. Damit nicht genug: Einige Bereiche, die nicht zu den Kernaufgaben der VRT gehören, sollen ausgeschrieben werden. Das betrifft die Sicherheitsleute, das Catering inklusive Betriebskantine oder auch den Unterhalt der Gebäude.

Allerdings werden auch Einschnitte im Programmangebot vorgenommen. Die drei regionalen Radiohäuser in Kortrijk, Hasselt und Antwerpen werden z.B. geschlossen und im Kulturbereich müssen die Redaktionen enger zusammenrücken.

Und auch in Sachen Produktion wird einiges anders. Fast alle im Hause der VRT gedrehten TV-Serien werden an externe Produktionshäuser vergeben, außer die Kultserie „Thuis“ (Zuhause). Nicht zuletzt wird auch in der Sportberichterstattung gspart werden müssen. So stehen einige Übertragungsrechte zur Disposition.

Doch, wie oben bereits erwähnt, ist dies ein Plan der VRT-Direktion. Der Verwaltungsrat muss dies noch besprechen und seine Zustimmung geben.