Ermittlungen zum Junior Malanda-Unfall beendet

Die Polizei in Deutschland hat die Ermittlungen zum Hergang des Verkehrsunfalls, bei dem der belgische Fußball-Nationalspieler und VfL Wolfsburg-Star Junior Malanda ums Leben kam, abgeschlossen. Wie verschiedene Medien in Deutschland melden, waren wohl tragische Umstände am Tod des 20 Jahre alten Belgiers schuld.
Michael Horst, Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica

Am 10. Januar 2015 kam Junior Malanda, einer der talentiertesten Nachwuchsfußballer im belgischen Nationalteam und in der deutschen Bundesliga, bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben. Malanda war an diesem Tag mit einigen Freunden auf dem Weg zum Flughafen von Braunschweig, um von dort aus ins Trainingslager seiner Mannschaft, dem VfL Wolfsburg, zu fliegen. Malandas Wagen steuerte dessen Kumpel, der ebenfalls erst 20 Jahre alte belgische Fußballer Anthony D’Alberto. Er überlebte den Unfall und steht jetzt unter Anklage.

Auf der A2 bei Porta Westfalica verlor D’Alberto bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h die Kontrolle über das Fahrzeug. Bei Sturm und Regen durchbrach das Auto, ein SUV vom Typ VW Touareg, die Leitplanke und überschlug sich. Malanda wurde bei dem Unfall aus dem Wagen katapultiert und gegen einen Baum geschleudert. Er starb noch am Unfallort.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bielefeld galt an der Unfallstelle bei Nässe ein Tempolimit von 80 km/h. Malanda aber wurde nur aus dem Auto geschleudert, weil er zum Zeitpunkt des Unfalls nicht angeschnallt war, wie aus der Anklageschrift ersichtlich ist. Er hatte den Sicherheitsgurt gelockert, weil er sich in den Fußraum bücken wollte, um dort aus einer Reisetasche ein Handykabel zu holen…

Der Unfallfahrer, Anthony D’Alberto, wird sich bald vor dem Amtsgericht in Minden für sein Fahrverhalten verantworten müssen. Dem jungen Fußballer wird laut Medienberichten fahrlässige Tötung vorgeworfen. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren.