Regionale Unterschiede am belgischen Arbeitsmarkt

Die durchschnittlichen Voraussichten der Arbeitgeber in Belgien bezüglich des hiesigen Arbeitsmarktes sind seit rund einem Jahr mehr oder wenig stabil. Doch die Gesamtzahlen verbergen auf regionaler Ebene deutliche Unterschiede, wie aus der dreimonatlichen Arbeitsmarktprognose des HR-Dienstleisters Manpower ersichtlich ist.

In Flandern sind die meisten Unternehmer und Arbeitgeber eher optimistisch eingestellt, während der Barometer in der Wallonie eher nach unten zeigt. Der Personaldienstleister Manpower befragte im Juni dieses Jahres 750 Arbeitgeber in Belgien zu ihrer Haltung zum Arbeitsmarkt und zu ihrer eventuellen Absicht, neues Personal anzuwerben.

Im belgischen Bundesland Flandern wächst in dieser Hinsicht der Optimismus. Hier liegt die so genannte „Netto-Beschäftigungs-Voraussicht“ – der Unterschied zwischen dem Prozentsatz der Unternehmen, die im kommenden Quartal Personal einstellen wollen und denen, die eher zu Entlassungen übergehen – bei +7. Das ist die höchste Prognose seit dem dritten Quartal 2011. In der Region Brüssel-Hauptstadt sind die Arbeitgeber etwas verhaltener optimistisch. Hier liegt der Wert bei +3.

In Wallonien hingegen weist diese Prognose einen deutlich negativen Wert von -4 auf, was wiederum der schlechteste Wert seit dem zweiten Quartal 2013 darstellt, so Manpower. Große Unterschiede sind auch in den einzelnen Wirtschaftssektoren zu beobachten. Hier liegen die Werte im positiven Bereich und besonders bei der Energie- und Versorgungsindustrie (+10) und im Bereich Mineralgewinnung (+6). Negative Erwartungen überwiegen allerdings in den Bereichen Transport und Logistik, auf Kommunikationsebene, im Groß- und Einzelhandel und im Baugewerbe.

Sektor bleibt aber weiter vorsichtig

Nach Ansicht von Manpower sorgt die „Nachkrisenzeit“ in ganz Europa noch immer für ein gewisses Maß an Unsicherheit, was aber wiederum regional unterschiedlich ausfällt. „Die Arbeitgeber bleiben weiter auf der Hut“, so der HR-Dienstleister.