“Flüchtlingen sehr schnell Arbeit anbieten”

Flanderns Landesarbeitsminister Philippe Muyters (N-VA - Foto) ruft die Unternehmen dazu auf, den hier ankommenden Flüchtlingen so schnell wie möglich Arbeitsplätze zu bieten. Muyters rief anlässlich eines Besuchs beim flämischen Arbeitgeberverband Voka zu diesem Schritt auf.

Nach Ansicht von Landesarbeitsminister Muyters sollen die Unternehmen angesichts der wieder anziehenden Wirtschaft investieren und auf Innovation setzen. Die Flüchtlingskrise biete in diesem Zusammenhang Möglichkeiten:

„Ein Großteil der Asylsucher spricht mehrere Sprachen und ist zudem sehr gut ausgebildet. Damit müssen sie Chancen an unserem Arbeitsmarkt haben. Ich rufe Sie, die Unternehmer, denn auch dazu auf, so vielen Asylsuchern wie möglich einen Arbeitsplatz anzubieten. Mit Arbeit können wir dabei helfen, sie besser zu integrieren.“

Der flämische Arbeitgeberverband steht dem Aufruf des Arbeitsministers nicht abgeneigt gegenüber, sieht jedoch ein Verwaltungsproblem in diesem Zusammenhang, wie Michel Delbaere (kl. Foto), der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes erwähnt. Zum einen müsse das Asylverfahren in Belgien beschleunigt werden, damit sich die Flüchtlinge rasch bewerben können und ab dem ersten Tag ihrer Ankunft in unserem Land müssen sie adäquat begleitet werden und Sprachkursen folgen:

„Oft haben die Flüchtlinge in ihrer Heimat eine Ausbildung genossen. Aber oft liegt das Hindernis bei der Sprache. Lasst uns gleich am ersten Tag ihrer Ankunft in einem Aufnahmezentrum mit ihrer Begleitung beginnen. Damit bieten wir ihnen einen Anstoß, damit sie effektiv eine Arbeit annehmen können.“