Staatssekretär für Asyl reagiert pessimistisch auf Junckers Vorschlag

Der belgische Staatssekretär für Asyl und Migration, Francken (N-VA, Foto), geht davon aus, dass sich die östlichen EU-Mitgliedstaaten auch weiterhin gegen den neuen Vorschlag von EU-Kommissionspräsident Juncker zur gerechteren Verteilung der Flüchtlinge in der EU stellen werden.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat am gestrigen Mittwoch einen neuen Vorschlag zur Bewältigung der Flüchtlingskrise vorgelegt, um Mitgliedstaaten und Nachbarländer bei den Flüchtlingszuströmen zu entlasten und die Lasten gerechter in Europa zu verteilen.

Juncker schlug die Verteilung von 120.000 Flüchtlingen aus Ungarn, Griechenland und Italien auf andere EU-Staaten vor. Die 120.000 kämen noch zu den bereits im Mai vorgeschlagenen 40.000 Flüchtlingen hinzu.

Der belgische Staatssekretär für Asyl und Migration, Theo Francken (N-VA), zweifelt daran, dass dieser Vorschlag angenommen wird: "Die EU-Kommission hat schon viele Vorschläge gemacht, aber es sind die Regierungverantwortlichen bestimmter Länder, die beim Rat der EU dann jedes Mal wieder nein dazu sagen. Der Rat ist jetzt am Montag. Ich werde da sein und wir werden dann schon hören, was dort gesagt wird, aber meine Einschätzung ist nicht sehr optimistisch, Nein!"

"Die östlichen EU-Staaten Polen, Slowakei, Tschechien usw. sind schon zusammengekommen, um zu betonen, dass sie nicht mitmachen. Wir werden sehen, was am Montag effektiv am Verhandlungstisch hinter verschlossenen Türen gesagt wird", so der flämische Regionalist noch.

Alle VRT-Programme stellen am heutigen Donnerstag die Flüchtlingsfrage in den Mittelpunkt.