Doch kein Abbruch des Boudewijn-Fußballstadions in Brüssel

Das Brüsseler nationale Boudewijn-Fußballstadion hat vielleich doch noch eine Zukunft nach 2020. Das Stadion auf dem Heizel-Gelände hätte eigentlich abgerissen werden sollen, aber die Brüsseler Behörden haben offenbar infolge zahlreicher Proteste ihre Meinung geändert. Der Gründer des Leichtathletik Meetings Memorial Van Damme, Wilfried Meert, ist erleichtert. Er hat sich für den Erhalt des Stadions eingesetzt.
BELGA/LALMAND

Das Stadion war einst als Heizel Fußballstadion bekannt. Doch 1985, nach einem dramatischen Zwischenfall bei dem britische und italienische Fans zusammenstießen und 39 Leute starben, wurde es renoviert und in Boudewijnstadion - nach dem belgischen König - umbenannt.

Das Stadion wird auch für das renommierte Leichtathletik-Meeting Diamond League genutzt.  

Für die Euro 2020 will Belgien jedoch ein neues Stadion auf der anderen Seite des äußeren Brüsseler Rings bauen. Im neuen Stadion ist außer für den Fußball kein Platz für andere Sportarten. Da der Unterhalt des Boudewijnstadions ohne den Fußball jedoch zu teuer werden würde, hatte man beschlossen, das Stadion dem Erdboden gleich zu machen.

Das renommierte Diamond League Meeting würde damit wiederum seinen Austragungsort verlieren. Nicht zuletzt deswegen war die Kritik am Stadion-Neubau groß.

Die Stadt Brüssel hat jetzt offenbar ihre Meinung geändert und erwägt nun doch eine Renovierung des Stadions. Das hat Wilfried Meert, der Veranstalter des Leichtathletik Meetings Memorial Van Damme gesagt nach einem Treffen mit dem Brüsseler Bürgermeister Yvan Mayeur.

Allerdings hofft die Stadt auf finanzielle Unterstützung durch die belgischen Regionen und den belgischen Staat, denn alleine kann die Stadt nicht für den Erhalt des Stadions sorgen.

Das belgische Olympia-Kommitee hat auch schon gemeinsam mit den Regionen und der belgischen Regierung Arbeitsgruppen ins Leben gerufen, um dieses Problem zu lösen.