Extra Plätze zur Verteilung der Flüchtlinge in Belgien

Die belgische Regierung hat ein Abkommen zur Verteilung von 8.000 zusätzlichen Aufnahmeplätzen erzielt. 5.000 Plätze sind bei Privatunternehmen über eine öffentliche Ausschreibung gefunden worden. 3.000 Plätze sind bei der Regierung zu suchen.
BELGA/WAEM

Ein Teil der Asylbewerber wird in Kasernen untergebracht, sagt der Staatssekretär für Asyl und Migration Theo Francken (N-VA): "U.a. in Leopoldsburg wird die Kaserne Moorslede um 500 Plätze aufgestockt. In Lanaken kommen 120 Plätze hinzu und die  Kaserne bei Namur wird um 400 Plätze ausgeweitet."

Bei den 3.000 Plätzen handelt es sich also vor allem um Militärgelände. Haushaltstechnisch bedeutet das für dieses Jahr: 360 Millionen Euro und für nächstes Jahr soll es um 600 Millionen Euro gehen.

Und auch die Erstaufnahme für noch nicht registrierte Asylbewerber im WTC 3-Gebäude, unweit des Ausländeramtes, soll verbessert werden, sagt Francken: "Wir werden einen Teller Suppe anbieten, auch nachts und morgens sollen die Flüchtlinge frühstücken können, so dass sie dort etwas mehr Komfort haben. Daneben werden wir Schließfächer einrichten", so Francken im VRT-Radio.

Für heute wird am Ausländeramt in Brüssel auch ein Bus mit 39 Flüchtlingen aus Bayern (Deutschland) erwartet. Premier Michel hat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel abgesprochen, um 250 Asylbewerber zu übernehmen.