NRW-Medien: Belgien wirbt in Bielefeld um Flüchtlinge

Nach einer Meldung der nordrhein-westfälischen Tageszeitung „Neue Westfälische“ aus Bielefeld am Samstag haben Vertreter der belgischen Regierung in einer Flüchtlingsunterkunft in dieser Stadt einige der dort aufgenommenen Menschen darauf angesprochen, in ihrem Land um Asyl zu bitten. Belgien wird 250 Flüchtlinge aus NRW übernehmen, wie auf höchster Regierungsebene abgesprochen wurde.

Belgien und Deutschland haben sich nach Medienberichten darauf geeinigt, dass unser Land insgesamt 250 ausgesuchte Flüchtlinge aus Nordrhein-Westfalen übernehmen wird. Die belgische Regierung habe, so die „Neue Westfälische“, ihr Ansinnen direkt an Bundeskanzlerin Angela Merkel gerichtet.

Daraufhin habe der Regierungsbezirk Arnsberg entschieden, dass Belgien diese Flüchtlinge in Bielefeld suchen solle. Diese Behörde koordiniert die Verteilung und Unterbringung aller Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen, wie RP online am Sonntag dazu meldete.

Deshalb waren Mittwoch und Donnerstag in der vergangenen Woche Vertreter einer belgischen Regierungsdelegation in Bielefeld vor Ort und zwar in der Flüchtlingsunterkunft „Oldentruper Hof“, eine Einrichtung der NRW-Landesbehörden. Auf rein freiwilliger Basis hätten sich 51 Personen bereiterklärt, nach Belgien weiter zu reisen. 39 davon seien am Freitag dann tatsächlich in einem Bus nach Belgien gefahren.

Nach Informationen der „Neuen Westfälischen“ sei von den Belgiern vor allem darauf geachtet worden, gut qualifizierten Flüchtlingen das Angebot zu unterbreiten. Die belgische Delegation werde ihr Angebot in der kommende Wochen erneut in Bielefeld vorbringen, wie die Stadtverwaltung in Bielefeld gegenüber den Medien bestätigte.