Tag des offenen Denkmals auch in Flandern

In diesem Sonntag findet auch im belgischen Bundesland Flandern der Tag des offenen Denkmals statt. Zur 27. Ausgabe dieses Kulturerbe-Tages stehen den Besuchern mehr als 800 Gebäude, Museen, Fabrikhallen und andere architektonische Besonderheiten zur Besichtigung offen. Dieses Jahr verzichteten die Veranstalter in Flandern auf ein zentrales Thema.

Anstatt ein zentrales Thema für den Tag des offenen Denkmals zu suchen, schlagen die Veranstalter in Flandern ihren Besuchern fünf Kategorien vor, die ein breitgefächertes Angebot ermöglichen: „Verborgene Perlen“, „Klassiker“, „Vergissmeinnichts“, „Neubestimmung und Restaurierungen“ sowie „Industrielles und technisches Kulturerbe“.

Das Angebot variiert dabei enorm. So können Interessierte z.B. in Zwevegem in Westflandern „De Transfo“ (kl. Foto) besichtigen. Dies ist eines der ersten Elektrizitätswerke Belgiens.

In der Provinz Limburgsteht im kleinen Ort Nerem bei Tongeren „Die Chocoladefabriek“ zum Besuch offen (Foto oben). In diesen riesigen Hallen wurde einstmals Schokolade hergestellt. Derzeit ist dieses Gebäude mit seiner eindrucksvollen „Art nouveau“-Fassade in einen Dornröschenschlaf gefallen. Doch in einigen Jahren sollen hier Wohnungen entstehen. Dabei bleiben die Mauern des hochinteressanten Gebäudes in ihrer heutigen Form natürlich bestehen.

In Huizingen in Flämisch-Brabant organisiert das Denkmalschutzamt der Provinz Führungen durch „de Meurs“ (Foto unten), eine alte Papierfabrik in der rund 450 Jahre lang produziert wurde. Noch bis Anfang der 1990er Jahre stellte man hier Karton her. Die jetzt zu besichtigenden Gemäuer stammen aus der Zeit zwischen 1892 und 1907 und wurden erst vor wenigen Jahren von Unkraut und Baumbewuchs befreit. Konkrete Pläne zur Rekonversion dieser Fabrik bestehen noch nicht, doch es steht zumindest unter Denkmalschutz.