Familieneinkommen in Belgien stagnieren

Seit Beginn der Finanzkrise stagniert das Durchschnittswachstum des verfügbaren Einkommens von Familien in Belgien. Diese Tendenz steht im Gegensatz zum Durchschnitt der OECD-Länder, das heißt der Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Die Organisation hat die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts und das Wachstum des verfügbaren Einkommens in den Ländern seit Beginn der Finanzkrise 2007 mit dem ersten Quartal von 2015 verglichen.

Daraus geht hervor, dass das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt der OECD-Länder in diesem Zeitraum um 3,2 Prozent zunahm. Das durchschnittlich verfügbare Pro-Kopf-Einkommen stieg sogar um 8,1 Prozent. Laut OECD seien die Familieneinkommen u.a. Dank der unterstützenden Fiskalpolitik der Regierungen kisenbeständiger gewesen.

Zwischen den OECD-Ländern sind die Unterschiede allerdings sehr groß. So verläuft die Entwicklung in Belgien genau gegensätzlich. Hierzulande ging das Pro-Kopf-BIP leicht zurück (0,3 Prozent) und das verfügbare Einkommen von Familien blieb gleich. Im ersten Quartal 2015 wurde sogar ein Rückgang dieses Einkommens um 0,9 Prozent verzeichnet, während für die gesamte OECD ein Wachstum von 0,8 Prozent festgestellt wurde.