Ex-Polizeichef Audenaert unter schwerem Verdacht

Glenn Audenaert (Archivfoto), der vom Dienst suspendierte frühere Leiter der Brüsseler Gerichtspolizei, muss sich wegen passiver Korruption und Geldwäsche vor der Justiz verantworten. Audenaert ist seit Jahren umstritten und gerät nicht zum ersten Mal in die Schlagzeilen.

Ex-Polizeichef Glenn Audenaert steht seit Jahren im Zentrum von Ermittlungen. 2012 musste er sein Mandat niederlegen. Damals wurde ihm Urkundenfälschung und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Neben diesen Beschuldigungen wurde gegen den ehemaligen führenden Polizeibeamten auch wegen passiver Korruption ermittelt. Erst am Dienstag wurde er erneut für ein Verhör abgeführt. Dabei kam auch der Verdacht auf Geldwäsche auf.

Audenaert soll im Zuge eines Umzugs der Gerichtspolizei in Brüssel Schmiergeld angenommen haben, denn es gab Interesse von Seiten eines Immobilienunternehmens an dem Gebäude, in dem die Abteilung ihren Sitz hatte. Das Schmiergeld soll nach einer Meldung der flämischen Tageszeitung De Standaard von einem gewissen Frank Zweegers gekommen sein.

Zweegers gehört die niederländische Immobiliengruppe Brevast und der wiederum gehört der so genannte „Finanzturm“ in Brüssel, in den in den letzten Jahren gleich mehrere Polizeidienststellen umgezogen waren. Die Justiz versucht jetzt auch herauszufinden, ob dies mit Zutun von Glenn Audenaert geschehen ist.