Opferfest in Flandern: Urteil zum Schlachtverbot

Das im belgischen Bundesland Flandern untersagte unbetäubte Schlachten von Schafen an provisorischen Schlachtplätzen im Vorfeld des moslemischen Opferfestes bleibt verboten. Ein Gericht in Brüssel hat eine einstweilige Verfügung gegen das von Landestierschutzminister Ben Weyts (N-VA) erlassene Verbot abgewiesen.

Einige moslemische Verbände in Flandern wollten mit einer einstweiligen Verfügung das Schlachtverbot von nicht betäubten Schafen vor ihrem Opferfest für Nichtig erklären lassen. Doch das zuständige Gericht in Brüssel wies diese Klage ab.

Nicht betäubte Schafe dürfen demnach nur in offiziell anerkannten Schlachthöfen geschlachtet werden, wo dieser Vorgang von Veterinären begleitet werden kann. Doch die moslemischen Verbände führen an, dass die Kapazität dieser Schlachthöfe so kurz vor dem in der kommenden Woche stattfindenden Opferfest nicht ausreichen würde. Zudem, so die Argumentation, entspreche das Gesetz von Landesminister Weyts nicht der in Belgien geltenden Religionsfreiheit.

Der zuständige Richter in Brüssel war am Mittwoch nicht von der absoluten Dringlichkeit dieser einstweiligen Verfügung überzeigt und wies die Einwände ab. Landesminister Weyts habe mit seinem Gesetz einer europäischen Regelung entsprochen und dies bereits vor einem Jahr angekündigt, so die Urteilsbegründung.