Verkehrschaos durch die Taxidemo gegen Uber

Am ersten Tag der Woche der Mobilität in Belgien wartete die belgische Hauptstadt Brüssel mit einem Verkehrschaos auf. Der Grund? Taxifahrer aus ganz Belgien demonstrierten in Brüssel gegen die Konkurrenz des App-Fahrdienstes Uber. Zeitweise blockierten einige von ihnen die Zufahrt zum Brussels Airport.

In fast ganz Brüssel herrschte am Mittwochmorgen ein Verkehrschaos, denn langsam fahrende Taxis sorgten überall für Staus. Auf dem Weg zum EU-Viertel am Schumanplatz bildeten sie sternförmig Taxikolonnen.

Constantin Tsatsakis, der Vizevorsitzende des belgischen Taxifahrerverbandes FeBeT ging davon aus, dass sich bis zu 1.000 Taxen aus dem ganzen Land an der seit Tagen angekündigten Demonstration beteiligen würden. Ganz so viele sind es nicht geworden, doch die, die dabei waren, sorgten für erhebliche Probleme.

Die Taxistaus unterbrachen auch zeitweise Straßenbahn- und Buslinien der regionalen Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB. Im Laufe des Tages beruhigte sich die Situation etwas, doch auch zur abendlichen Stoßzeit wurden noch Verkehrsprobleme am Schumanplatz, in der Belliard-Straße und auf dem Kleinen Ring erwartet.

Große Probleme gab es zwischenzeitlich am Brüsseler Nationalflughafen von Zaventem. Einige erboste Taxifahrer hatten die A 201, der Zugangsweg zum Airport, blockiert und so mussten nicht wenige Flugreisende einen Teil des Weges zu Fuß zurücklegen (kl. Foto). Diese Blockade wurde aber am frühen Mittwochnachmittag wieder aufgehoben.

Am vergangenen Sonntag fuhren über 1.000 offizielle Taxifahrer in der belgischen Hauptstadt aus Protest gegen Uber ihre Fahrgäste zum halben Preis.

Demo gegen Uber

Uber bietet Fahrten zu Tarifen an, die deutlich unter denen der offiziellen Taxifahrer liegen. Für die offiziellen und anerkannten Taxifahrer in Brüssel arbeitet Uber mit unlauterem Wettbewerb.

Die über Smartphones und Apps zu buchenden Fahrer haben keine Lizenz, fahren zu Billigtarifen und sind zudem nur selten sozialversichert. Hinzu kommt noch, dass Uber selbst keine Steuern bezahlt und auch keine Sozialbeiträge für sein Personal.