3 Bischöfe aus Belgien reisen in den Nordirak

Drei belgische Bischöfe fliegen für einige Tage in den Norden Iraks. Die Monseigneurs Harpigny, De Kesel und Lemmens werden die katholische Kirche besuchen, die dort tausende Flüchtlinge aufnimmt. Es ist eine Delegationsreise der Solidarität mit den Christen in dieser Region.

Mit dem Besuch will man auch auf den schweren Druck auf die religiöse Diversität im Irak und in Syrien aufmerksam machen.
Gewalt und Unruhen gefährden die seit langer Zeit dort ansässigen Christen und andere Minderheitsgruppen.

Leon Lemmens, Hilfsbischof von Mechelen-Brüssel, betonte hierzu in der VRT: "Wir besuchen die Christen und auch andere Minderheiten, die nun schon seit gut einem Jahr aus den Gebieten flüchten, die vom IS erobert wurden, Mossul und Umgebung - und die nun in Lagern oder vorübergehenden Notunterkünften untergebracht und in großer Not sind."

"Wir fliegen dorthin, um zu zeigen, dass wir sie nicht vergessen, dass wir an sie denken. Es ist also echt ein Solidaritätsbesuch, um ihnen mitzuteilen, seht wir sind mit Euch verbunden, wir wollen uns auch mehr um Euch kümmern", so Lemmens noch.

"Wir dürfen die Christen im Nahen Osten nicht ihrem Schicksal überlassen", betonen die Bischöfe auch noch in einer Pressemitteilung. Die Anwesenheit der christlichen Gemeinschaften datiert von Anfang unserer Zeitrechnung und viele Jahrhunderte lang haben sie dort friedlich ihre Religion ausüben können, aber das Gesellschaftsmodell steht jetzt auf der Kippe.

"Der Verlust der religiösen Vielfalt im Nahen Osten wäre nicht nur eine Katastrophe für die Christen, sondern auch für die ganze Menschheit."

"Mit diesem Solidaritätsbesuch wollen wir herausfinden, was die aktuellen Nöte der Bevölkerung sind, so dass wir die richtige Hilfe anbieten können", sagt Uma Wijnants, Direktorin von "Kerk in Nood België" (Deutsch: "Kirche in Not Belgien").

Belgische Journalisten von TV, Radio und der schreibenden Zunft gleiten die Delegation.