Belgier verdienen im Durchschnitt 3.300 Euro brutto/Monat

2013 verdiente ein Belgier mit einem Vollzeitjob durchschnittlich 3.300 Euro brutto pro Monat. Das geht aus Zahlen des Wirtschaftsministeriums hervor. Wer in Brüssel arbeitet, liegt finanziell gesehen mit der Nase vorne: Die Löhne liegen in der Hauptstadt rund 16 Prozent höher als im Durchschnitt.
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Zehn Prozent der Arbeitnehmer verdient allerdings weniger als 2.049 Euro brutto, während zehn weitere Prozent mehr als 5.038 Euro monatlich zur Verfügung hat.

Die Mehrzahl der Arbeitnehmer (50 Prozent) verdient einen Bruttomonatslohn zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Der Mittelwert liegt bei 2.854 Euro brutto pro Monat: Die Hälfte dieser Arbeitnehmer verdient weniger, die andere Hälfte mehr.

Manager und Ingenieure bei Spitzengehältern

Die höchsten Löhne beziehen Direktoren von großen Unternehmen (durchschnittlich 9.018 Euro), die niedrigsten Löhne haben Kellner und Barkeeper (2.129 Euro).

An der Spitze der Topverdiener stehen Manager, leitende Angestellte, Ingenieure, Naturwissenschaftler und Chemiker. Unter den am schlechtesten bezahlten Berufen sind unter anderen Friseure, Raumpfleger, Kassierer und Verkäufer.

Der Sektor, in dem man am meisten verdient, ist die Petrochemie. Der Durchschnittsmonatslohn in diesem Sektor liegt bei 5.039 Euro brutto. Das ist 53 Prozent über dem belgischen Durchschnitt.

Auch im Beratungssektor, in der IT-Branche und im Pharmasektor kann man viel Geld verdienen.

Sektoren mit niedrigen Löhnen sind unter anderen die Hotel-, Restaurant- und Kaffeebranche (28 Prozent unter dem Durchschnitt), bestimmte Bereiche im Tourismus und die Müllabfuhr.

Brüssel lohnt sich

Bei einem geographischen Vergleich, stellt sich heraus, dass es sich durchaus lohnt, nach Brüssel zu pendeln, denn dort liegen die Löhne 16 Prozent höher als der Durchschnitt. Am niedrigsten ist der Monatslohn im Bezirk Dinant, wo die Einkünfte 23 Prozent unter dem Durchschnitt sind.

Alter und Diplom spielen große Rolle

Auch das Alter spielt eine Rolle bei der Bezahlung, vor allem im Dienstleistungssektor. Angestellte, die 60 Jahre oder älter sind, verdienen drei Mal so viel wie ihre jüngeren Kollegen unter 20. Bei den Arbeitern verdienen über 60-Jährige ein Drittel mehr als ihre jüngeren Kollegen.

Auch lohnt es sich, ein Master abgeschlossen zu haben. Diejenigen mit einem Master verdienen 56 Prozent mehr als der Durchschnitt, diejenigen mit einem Bachelor etwa acht Prozent mehr.