Schuldirektor vergleicht N-VA-Leute mit Nazis

Ein Direktor einer Grundschule in Ronse (Ostflandern) hat Mitlgieder der flämischen Regionalisten (N-VA) mit Nazis verglichen. Er tat dies in einer Reaktion auf Äußerungen der flämischen Ministerin Liesbeth Homans (Foto). Die N-VA will den Mann anzeigen. Das staatliche Schulamt geht der Sache nach. Der Schuldirektor, der den Vergleich in einer Mail an Hohmans machte, wurde vorübergehend beurlaubt.

Homans hatte gesagt, dass Flüchtlinge, die noch ein eigenes Haus in ihrer Heimat haben, kein Recht auf eine Sozialwohnung hierzulande hätten. Diese Äußerung hatte sie später differenziert.

Der Schuldirektor schickte als Reaktion auf die Äußerung von Homans eine Mail, in der er betonte, dass N-VA-Leute in seiner Schule nicht willkommen seien. Er beschrieb die flämischen Regionalisten auch als "Nazis und Ableger von Kriegsverbrechern". Außerdem schrieb er, dass Bart De Wever seinen Schülern zufolge nur noch ein Hitler-Bärtchen fehle, heißt es in Het Nieuwsblad, Gazet van Antwerpen und Het Belang van Limburg.

Homans selbst will keine Anzeige erstatten, aber die lokale N-VA schon. "Ich verstehe unsere Lokalabteilung und unterstütze sie sicher", so die Ministerin. Der Direktor hält in den Zeitungen an seiner Reaktion fest. Er differenziert jedoch, dass N-VA-Kinder oder Lehrer mit Parteibuch noch immer in seiner Schule willkommen seien.

"N-VA-Leute, die hier Politik machen wollen, dürfen jedoch nicht kommen", so der Direktor.

Am Vormittag wurde der Direktor vom allgemeinen Direktor der Schulgruppe und von einem Mitglied des Schulamtes der flämischen Gemeinschaft angehört. Der Schuldirektor sagte, dass seine Mail nicht ganz genau von den Medien wiedergegeben worden sei. Die Originalmail wurde nun angefordert und es folgt eine Untersuchung. Bis zum Ergebnis der Untersuchung ist der Direktor beurlaubt worden.