Armee nicht begeistert von Flüchtlingsaufnahme in Kasernen

In Belgien werden voraussichtlich 700 Asylbewerber zu den Luftstützpunkten Koksijde und Lombardsijde gebracht. Laut dem Staatssekretär für Asyl und Migration, Theo Francken, werde die Entscheidung hierüber am heutigen Freitag gefällt.

Der Bürgermeister von Koksijde, Marc Vanden Bussche, der darüber informiert wurde, ist nicht gerade erfreut über die Lösung, dass Flüchtlinge auf Armeegelände untergebracht werden sollen.

Er sagte in der VRT an diesem Freitagmorgen: "Wir sind in der Tat nicht auf die neue Sicherheitsproblematik vorbereitet. Wir bitten die Regierung, um zusätzliche Mittel. Wir sind nicht informiert, wir können unsere Bürger nicht informieren und das stört mich am meisten. Hier wird unüberlegter Panikfußball gespielt."

Auch die Armee-Gewerkschaft ACMP will lieber nicht, dass die Flüchtlinge in Kasernen untergebracht werden. Dort gebe es häufig Schießübungen und das kann zu Sicherheitsproblemen führen, sagte Yves Huwart von der ACMP in der VRT hierzu.

"Da gibt es doch einige Bedenken, dass Kriegsflüchtlinge ausgerechnet an Orten aufgenommen werden, an denen in eingehender Weise und regelmäßig Militärübungen stattfinden. Das erscheint uns auf den ersten Blick keine gute Auswahl zu sein."