Elektronisch bezahlen: Handel darf aufrunden

Händler dürfen auch im Falle einer elektronischen Bezahlung auf- oder abrunden. Diese Regel galt bislang allein für Cashbeträge. Am heutigen Freitag hat die Regierung entschieden, dass die Regel von nun ab auch für die Bezahlung mit der Bankkarte gilt.

Die Regierung stimmte damit dem Vorschlag des Vizepremiers und Wirtschaftsministers, Kris Peeters und des Finanzministers, Johan Van Overtveldt, zu. Seit Oktober 2014 durften die Händler in Belgien bereits Kassenbeträge bei Barzahlung auf- oder abrunden. Jetzt wird die Maßnahme also ausgeweitet.

Es kann sowohl auf- als auch abgerundet werden. Dies gilt aber nur für Gesamtbeträge, das heißt, man darf das System nicht auf separate Artikel anwenden. Auch muss der Händler den Kunden stets über sein Vorhaben informieren. Mit der Auf- und Abrundung soll der Umlauf von 1 und 2 Eurocent weiter abgebaut werden.

Die Händler haben von dem System der Auf- und Abrundung bei Barzahlungen bislang nur wenig Gebrauch gemacht, weil sie in diesem Fall ihr Kassensystem für Barzahlungen einerseits und für elektronische Bezahlungen andererseits hätten anpassen müssen.

Für den Kunden bedeutet das System der Auf- und Abrundung, dass er bei einem Preis von 4,99 Euro 5 Euro bezahlen muss und bei einem Preis von 4,96 Euro nur 4,95 Euro, heißt es in einer Pressemitteilung des Kabinetts von Kris Peeters.

“Das ist eine administrative Vereinfachung und Kostenersparnis für die Händler. Der Papierkram für Händler, der bei kleinen 1 und 2 Centstücken anfällt, wird stark abnehmen. Für den Verbraucher ist das letztlich auch transparant und neutral: Es wird sowohl auf- als auch abgerundet”, so der Minister für Wirtschaft und Verbraucherangelegenheiten, Kris Peeters.