Bischofsdelegation im Irak differenziert Äußerung von Erzbischof Mouche

Die belgische Bischofsdelegation, die dem Irak einen Besuch abstattet, hat eine scharfe Äußerung des syrisch-katholischen Erzbischofs Yohanne Petros Mouche von Mossul differenziert. Das Kirchenoberhaupt hatte der Zeitung De Morgen gesagt, dass 5.000 IS-Kämpfer unter den tausenden Flüchtlingen in Deutschland infiltriert seien. Das sei mit Sicherheit falsch, sagt der Koordinator Benoît Lannoo.

"Mouche sitzt noch in einem kleinen Appartement und ist dabei, zu verkümmern, während seine Gemeinschaft schon verschiedene Male die Flucht ergreifen musste. Der Mann ist eindeutig etwas diffus", sagt Lannoo in der VRT am Montagmorgen.

"Allerlei Milizangehörige, die sich für das Assad-Regime in Syrien entschieden haben, vermischt er mit IS-Fundamentalisten. Die Äußerung ist also sicherlich übertrieben und wir haben auch nicht gehört, dass sie von viel besser informierten Leuten von der chaldäischen Kirche bestätigt wurde."

Die drei belgischen Bischöfe hatten Mouche in seinem Haus im Exil in Arbil im Zuge ihres Solidaritätsbesuchs bei verfolgten Christen und Yaziden im Nordirak besucht.

Bei ihrem Gespräch mit Mouche hatte dieser betont, dass unter den tausenden Flüchtlingen, die jetzt in Deutschland aufgenommen würden, mindestens 5.000 seien, die vom IS geschickt worden seien, schreibt die Zeitung De Morgen. "Sie verweigern nicht umsonst die Nahrungsmittel-Päckchen des Roten Kreuzes. Europa ist viel zu naiv", wird Mouche in der Zeitung zitiert.