Belgiens Bahnfahrplan endlich bei Google Maps

Die belgische Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB hat jetzt endlich ihre Fahrplandaten bei Google Maps eingestellt. Das hilft Reisenden, über dieses System ihre Reisewege einfacher zu finden. Die regionalen Nahverkehrsgesellschaften in Belgien haben Google ihre Angaben schon vor Jahren zur Verfügung gestellt.

Mit der Eingabe der Fahrplanangaben der belgischen Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB wird es Reisenden fortan deutlich leichter gemacht, ihre Route auch mit Hilfe von Google Maps zu finden. Die regionale Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB hat dem Internetgiganten ihre Fahrplandaten allerdings schon 2010 zur Verfügung gestellt und auch De Lijn in Flandern hat diese Daten schon längst bei Google Maps eingestellt und zwar bereits 2012.

Dass die Bahn jetzt endlich auch bei Google Maps vertreten ist, macht es sogar auf Brüsseler Stadt- und Regionalebene einfacher, den kürzesten oder den schnellsten Weg zu finden. Man mag es oft nicht glauben, doch manchmal bietet die belgische Bahn im weitverzweigten Brüssel die schnellste oder einfachste Verbindung, z.B. zwischen den Außenbezirken und der Innenstadt bzw. in Richtung Europaviertel.

Bahnsprecher Bart Crols sagte dazu, dass man in einer ersten Phase den Partnern den Fahrplan zur Verfügung stellen würde, die die Bedingungen der NMBS/SNCB erfüllen würden. Demnach erfolgt dies in etwa einer Art von „Datensharing“, wie die regionale Brüsseler Nachrichtenwebseite brusselnieuws.be dies nennt. Nebenbei erwähnte der Bahnsprecher aber auch gegenüber den Medien, dass man mit diesem Schritt einem Wunsch der eigenen Kunden entsprechen würde: „Wir tun dies, weil es für unsere Reisenden von Vorteil ist. Dies ist eine ideale Ergänzung unserer eigenen Webseite und unserer App.“

Weitere Pläne?

Auf die noch zu erfolgenden Schritte in Richtung einer weiteren Digitalisierung der Bahnfahrpläne wollte Bahnsprecher Bart Crols aber nicht weiter eingehen. Inzwischen seien die gleichen Angaben, mit denen Google Maps jetzt arbeitet, auch über Microsofts Bing Maps zu konsultieren, doch „diese Daten haben sie auf jeden Fall nicht von uns.“ Man verhandele aber derzeit auch mit anderen Anbietern.