Eupen: Polizeiaktion gegen Menschenschmuggler

Auf einem Parkplatz an der Autobahn E 40 in der Nähe des Autobahnkreuzes von Eupen in Ostbelgien führte die belgische Bundespolizei am Dienstagmorgen eine Aktion gegen Menschenschmuggler durch. Dabei wurden sowohl Lastwagen und Busse, als auch PKW kontrolliert.

Bei der Aktion winkten die Bundespolizisten Blöcke von 10 bis 20 Fahrzeugen gleichzeitig an die Seite, um diese dann auf dem Parkplatz bei Eupen intensiv in Augenschein zu nehmen. Dabei wurde in erster Linie nach Menschenschmugglern gesucht. Doch am Rande der Aktion wollte die Polizei auch kontrollieren, ob sich an Bord der Fahrzeuge keine illegalen Einwanderer ohne Papiere befanden, denen in ihrer brenzlichen Lage auch von staatlicher Seite her geholfen werden kann.

Die Kontrollaktion bei Eupen fand auf Anordnung des belgischen Innenministers Jan Jambon (N-VA - kl. Foto) statt. Ab sofort, so der Minister gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, würden entsprechende und zielgerichtete Aktionen jeden Tag stattfinden: „Ich habe ein doppeltes Ziel. Erstens, die Menschenschmuggler herauszufiltern, denn wir wissen, dass sie und andere kriminelle Banden damit zu tun haben und zweitens wissen wir, dass viele Flüchtlinge den Weg zu den Ausländerämtern nicht finden und sich demnach auch nirgendwo registriert haben.“

Belgien wolle, so Innenminister Jambon, dass sich diese Flüchtlinge registrieren lassen und ihren Asylantrag stellen, sobald sie belgischen Boden betreten. Doch es wurde an diesem Dienstag nicht nur entlang von Autobahnen kontrolliert, sondern auch in Zügen und auf den Flughäfen.