Zeebrügge: 43 britischen Jugendlichen wurde übel

Am Montagabend wurde im Hafen von Zeebrügge der medizinische Interventionsplan erlassen. Der Grund? Dutzende Jugendliche einer Reisegruppe aus dem britischen Leeds erkrankten kurz vor dem Auslaufen ihrer Fähre. Die Jugendlichen hatten offenbar eine Lebensmittelvergiftung erlitten.

Die zwischen 12 und 15 Jahre alten Schüler aus Leeds in Großbritannien hatten gerade eine mehrtägige Rundreise durch das belgische Bundesland Flandern und Nordfrankreich hinter sich, bei der das Thema Erster Weltkrieg im Mittelpunkt stand. Am Montagabend sollten die etwa 50 Jugendlichen die Rückreise in ihre Heimat antreten, als über 40 von ihnen kurz vor dem Betreten der Fähre im Hafen von Zeebrügge schlecht wurde.

Die meisten hatten plötzlich starke Kopfschmerzen und mussten sich übergeben. Die herbeigerufenen Notärzte erließen medizinischen Interventionsplan und die 430kranken Schulkinder wurden zur Beobachtung in Krankenhäuser in Brügge, Blankenberge, Knokke, Torhout und Ostende gebracht. Ihre nicht erkrankten Schulfreunde verbrachten die Nacht zum Dienstag in einer Jugendherberge.

Nach einer Nacht konnten die britischen Jugendlichen am Dienstagmorgen die Krankenhäuser wieder verlassen, um um 19 Uhr am Abend mit einer Fähre ab Zeebrügge ihre Rückreise in die Heimat antreten zu können. Die genauer Ursache ihrer Übelkeit ist noch nicht bekannt, doch die Ärzte vermuten, dass sich die Kinder eine Lebensmittelvergiftung zugezogen hatten. Wann und wo dies geschehen konnte, wird derzeit noch ermittelt.