Davis Cup-Finale gegen die Briten in Gent

Das Finale im Davis Cup, der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Tennismannschaften, wird dieses Jahr in Flanders Expo in Gent stattfinden. Dort treffen Belgien und Großbritannien aufeinander. Die belgischen Tennisherren haben sich am vergangenen Wochenende zum ersten Mal seit 111 Jahren für ein Finale im Davis Cup qualifizieren können.

Vom 27. bis zum 29. November wird Flanders Expo in Gent zum Mittelpunkt der Tenniswelt. Denn dann treffen die Herrenmannschaften aus Belgien und aus Großbritannien aufeinander. Die Messe- und Ausstellungshallen von Gent können bei Sportveranstaltungen bis zu 13.000 Zuschauer empfangen. Das dieses prestigeträchtige Finale in Gent stattfinden sollte, lag schon seit Tagen in der Luft, doch erst musste der internationale Tennisverband dem noch zustimmen.

Am vergangenen Wochenende hatten sich die belgischen Tennisherren mit einem 3:2-Sieg über Argentinien für das Finale qualifiziert. Damit steht Belgien zum ersten Mal seit 1904 wieder in einem Davis Cup-Finale. David Goffin und Steve Darcis hatten am Sonntag ihre beiden Einzelbegegnungen gewonnen. Steve Darcis (Foto oben) gelang der entscheidende Sieg gegen den Argentinier Frederico Delbonis mit 6:4, 2:6, 7:5 und 7:2. Die Briten setzten sich mit Andy Murray gegen Australien durch.

Die Wahl fiel auf Sandplätze, die Art Tennisplatz, die der britische Topstar Andy Murray offenbar am wenigsten mag… Belgiens Davis Cup-Kapitän Johan Van Herck rechnet der belgischen Mannschaft Chancen aus: „Wir haben Heimvorteil und mit der Platzwahl, einem tobenden Publikum und Spielern, die ihr Programm jetzt auf dieses Finale ausrichten, halten wir wichtige Trümpfe in den Händen. Wir haben gegen Argentinien schon gesehen was man mit dieser Mannschaft schaffen kann. Wir haben ein starkes Team und gehen das Ganze resolut mit dem Ziel an, den Davis Cup zu gewinnen.“

ATP-Masters ruft Andy Murray in die Pflicht

Der Tennisweltverband der Herren (ATP) verlangt der weil von Andy Murray, dass er an den eine Woche vor dem Davis Cup-Finale stattfindenden Masters teilnehmen müsse. Der ATP-Weltranglisten-Dritte aus Schottland wollte die Masters sausen lassen, um sich auf den Davis Cup zu konzentrieren: „Ich kann mich besser auf das Finale im Davis Cup gegen Belgien vorbereiten, wenn ich bei den Masters nicht mitmache.“

ATP-Vorsitzender Chris Kermode wies Murray bei der BBC darauf hin, dass alle Spieler, die sich für die Masters qualifiziert haben, auch daran teilnehmen müssen, „es sei denn, sie sind verletzt. Wir erwarten, dass Andy starten wird, wenn er fit ist.“

Belgien hatte bei seiner bisher einzigen Final-Teilnahme im Jahr 1904 mit 1:4 ausgerechnet gegen die Briten verloren, gegen die sie jetzt wieder antreten müssen. Die Briten bestreiten erstmals seit 1978 wieder ein Endspiel im Davis Cup.