Premier Michel zufrieden mit Ergebnis des EU-Sondergipfels

Die Europäische Kommission ist bereit, 1 Milliarde Euro an Nothilfe für syrische Flüchtlinge im Nahen Osten zusätzlich zur Verfügung zu stellen. Das Geld soll laut Abschlusserklärung etwa an das UN-Welternährungsprogramm und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR fließen.

Nach Wochen des Chaos und der Meinungsverschiedenheiten zwischen den Staats- und Regierungschefs sowie einem Verteilungsplan für weitere 120 000 Flüchtlinge gegen den Sinn von Rumänien, Tschechien, der Slowakei und Ungarn, ist man sich nun über eine bessere Sicherung der gemeinsamen Außengrenzen und über die Hilfe schutzbedürftiger Menschen in Krisengebieten einig geworden.

Gleichzeitig haben die europäischen Staats- und Regierungschefs auf dem EU-Sondergipfel in Brüssel am Donnerstagmorgen auch vereinbart, in Italien und Griechenland Registrierungszentren ("Hotspots") für Flüchtlinge bis Ende November einzurichten.

In den Zentren soll festgestellt werden, wer schutzbedürftig ist und damit in der EU Anspruch auf Asyl hat. Die anderen Personen werden wieder zurückgeschickt.

Um Flüchtlinge von einer Flucht nach Europa abzuraten, wird eine Milliarde Euro in Flüchtlingslager im Nahen Osten zur Verfügung gestellt. Belgiens Premier Charles Michel (Archivfoto) ist zufrieden mit dem Ergebnis des EU-Sondergipfels. 

In der VRT sagte er: "Ein guter Weg, um die Situation besser unter Kontrolle zu bekommen, ist, mehr Mittel für diese Regionen im humanitären Bereich zur Verfügung zu stellen."

Belgien hat vor einigen Wochen bereits 40 Millionen Euro hierfür mobilisiert.

Mitte Oktober werden die Staats- und Regierungschefs der EU bei ihrem regulären Gipfel wieder über die Flüchtlingskrise beraten.