Teil des Armeepersonals bekommt Zugang zu Strafregister

Bestimmte Personen beim Verteidigungsministerium werden in Kürze direkten Zugang zum zentralen Strafregister erhalten, um damit Einsicht in Akten möglicher älterer und neuerer Verurteilungen von Soldaten und Armeekandidaten zu bekommen. Das hat der Justizminister Koen Geens nach Ablauf des föderalen Ministerrats bestätigt.
BENOIT MUSSCHE

Das Verteidigungsministerium ist bislang bei der Kandidatenauswahl oft auf praktische Probleme gestoßen, da es sich für Bewerber häufig als schwierig erwies, rechtzeitig ihren Auszug aus dem Strafregister vorzulegen. Das liege unter anderem an der kurzen Zeit zwischen der Einstellung und der Aufnahme ins Heer, heißt es. Die Auszüge seien zudem nicht immer up-to-date.

Daneben habe die Armee nicht immer Einsicht in Verurteilungen der Soldaten während ihrer Laufbahn.

Ein direkter Zugang zum Strafregister, insbesondere bei Disziplinarverfahren, soll helfen.

"Personen mit Militärstatut, deren Verhalten als unversöhnlich erachtet werden kann, können auf diese Weise schneller ausfindig gemacht werden und die Armee kann schneller reagieren", so Geens noch.

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