Anderlecht will Stadionprojekt nicht mehr

Anderlecht gefährdet den Bau des neuen Stadions, das auf den Parkplatz C in Brüssel, gegenüber dem Brüsseler Ring, umziehen soll. "Das aktuelle Projekt ist mit unserer Vorstellung nicht vereinbar", heißt es. Bei dem Eurostadion-Projekt hätte Anderlecht Miete zahlen müssen. Hierauf war sich im Juni geeinigt worden, wenn auch unter Vorbehalt. Diesen nutzt Anderlecht nun. Der belgische Fußballbund spricht in einer kurzen Reaktion von "schlechten Nachrichten".

Bei dem Eurostadion-Projekt wäre Anderlecht der Hauptmieter gewesen. Der fällt nun aber weg.

Am gestrigen Donnerstagabend lag die Stadionakte beim Verwaltungsrat von Anderlecht auf dem Tisch und dort wurde die Ampel auf rot geschaltet.

"Wir haben uns über die Akte des aktuell vorgestellten Projekts zur Entwicklung eines Stadions auf dem Parkplatz C gebeugt. Der Verwaltungsrat hat alle Elemente der Akte gründlich studiert."

"Danach wurde beschlossen, dass das heutige Projekt nicht mehr mit der Vorstellung einer weiteren langfristigen Entwicklung des Vereins vereinbar ist."

"Der Club wird weiterhin an einer modernen Unterbringung arbeiten, bei der die Fans ihren Lieblingsverein unter besten Bedingungen anfeuern können", heißt es noch bei Anderlecht..

Verbandspräsident De Keersmaecker: "Schlechte Nachrichten für die Euro 2020"

Der Fußballbund hat kurz in einer Mitteilung auf den Entschluss von Anderlecht reagiert. Verbandspräsident François De Keersmaecker schreibt: "Wir haben den neuen Standpunkt von Anderlecht bezüglich der aktuellen Akte zum Stadion auf dem Parkplatz C zur Kenntnis genommen."

"Vor dem Hintergrund unserer Kandidatur als Gastgeber für die Euro 2020 sind das schlechte Nachrichten. Wir gehen davon aus, dass alle Parteien in dieser Sache Verantwortung übernehmen, um doch noch zu einer Lösung zu kommen."