Flandern hofiert potenziellen Investor

Sollte der Elektroauto-Hersteller Tesla eine Fabrik in Europa bauen, gehört Flandern zu den ersten fünf möglichen Standorten, an denen die Fabrik sich niederlassen könnte. Das hat der Teslaspitzenmanager Elon Musk am Freitagmorgen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der flämischen Regierung bestätigt.

In einem Elektro-Auto, fährt Tesla Spitzenmanager Elon Musk vor der flämischen Regierung in Brüssel vor. Musk steht an der Spitze einer Autofabrik in Kalifornien, will sich aber auch in Europa niederlassen.

"Langfristig besteht kein Zweifel daran, dass wir eine lokale Auto- und Batterie-Produktion in Europa brauchen. Irgendwann nächstes Jahr werden wir vielleicht damit beginnen, nach potenziellen Orten zu suchen und diese Region wird sicherlich einer der Plätze sein, die wir uns ansehen", so der Spitzenmanager von Tesla, Elon Musk.

Definitiv gehöre Flandern auch zu den ersten fünf Standorten, zwischen denen man sich dann entscheiden müsse, verspricht Musk noch. Bevor es jedoch soweit ist, müssen erst einmal viele Leute solch ein Elektro-Auto kaufen wollen. Vielleicht gelingt das jetzt aufgrund des Volkswagen-Skandals.

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Was er von dem VW-Skandal halte?, will die VRT wissen. "Werden die Leute ihr Vertrauen in die grüne Technologie deshalb verlieren?"

"Ich glaube eher das Gegenteil wird der Fall sein, weil das, was VW zeigt, ist, dass wir die Grenze dessen, was mit Diesel und Benzin möglich ist, erreicht haben. Die Zeit ist deshalb gekommen, in eine neue Technologie-Generation überzugehen", ist Musk überzeugt.

Neue Technologie ist auch eine Batterie, die überschüssige Sonnen- und Windenergie lagern kann. Flämische Forschungszentren sind ebenfalls daran interessiert.

"Für uns wäre es wichtig, mit ihm zusammenarbeiten zu können. Wir werden deshalb einen Workshop einrichten, um zu sehen, in welchen Bereichen wir zusammenarbeiten können. Wir haben sehr starke strategische Forschungszentren und jede Menge in der Forschung und Entwicklung anzubieten", so der flämische Ministerpräsident Geert Bourgeois.

Annemie Turtelboom, die flämische Energieministerin betonte wiederum in der VRT: "Wir haben einen ehrgeizigen Plan: Bis 2020 wollen wir rund 100.000 Elektro-Autos nutzen. Zur Zeit haben wir 3.000 Elektroautos, das heißt, wir haben noch einen sehr weiten Weg abzulegen."

Mit einem "Gern geschehen" und "Schön, Sie kennengelernt zu haben", fährt Musk weiter auf seinem langen Weg. Der liegt auch noch vor Belgien, denn zur Zeit kostet ein Elektroauto noch 10-15.000 Euro mehr als ein gewöhnliches Auto.

2013 AP