Justiz hat offenbar Serienmörder gefasst

Die Justiz hat möglicherweise einen Serienmörder gefasst. Der Verdächtige ist ein 53-jähriger Mann aus Mechelen. Letzte Woche ermordete er seine Ex-Freundin in Hofstade bei Zemst. Als jedoch seine DNA analysiert wurde, stellte sich heraus, dass er wahrscheinlich noch mehr Morde begangen hat.

Der Mann soll letztes Jahr eine ältere Frau aus Leest, bei Mechelen, ermordet haben und in Bonheiden versuchte er, eine weitere Person zu töten.

Der Verdächtige ist Renaud H., ein 53-jähriger Mann aus Mechelen, der an der Krankheit Parkinson leidet. Er sei deshalb frustriert, sagte er noch vor 2 Wochen vor Gericht aus. Dort hatte er erklären müssen, warum er letztes Jahr eine Fahrrad fahrende Frau mit einer Schrotflinte beschoss.

Frust ist auch das Motiv für seinen jüngsten Mord letzte Woche an seiner Ex-Freundin, der 52-jährigen Linda Doms aus Hofstade bij Zemst. Der Nachbar, der ihre Leiche fand, erkannte den Verdächtigen auf einem Foto wieder, das die Fahnder ihm gezeigt hatten.

"Dort hat er gestanden", so der Nachbar, der mit dem Finger auf eine Stelle hinter dem Haus der Frau zeigt. "Dort hinten auf dem Feldweg. Der sah verdächtig aus."

Doch das schien noch nicht alles zu sein. Eine Untersuchung seiner DNA und Fingerabdrücke brachte den entscheidenden Durchbruch in zwei anderen Fällen: Dem Mord an der 82-jährigen Maria Walschaerts letztes Jahr in Leest und dem Mordversuch an einer 69-jährigen Frau aus Bonheiden. Beide sind Opfer, die er nicht kannte.

Nele Poelmans, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft von Mechelen, betonte gegenüber der VRT: "Dort soll er auch versucht haben, bei einer älteren, alleinstehenden Dame einzubrechen. Hier war er jedoch erfolglos."

Der Mann leugnet diese Taten und auch den Mord an der Frau aus Leest. Am heutigen Freitag musste er vor Gericht erscheinen. Dieses verlängerte seine Haft.