Brüsseler Uniklinik scannt ägyptische Mumien

Seit August wurden in der Röntgenabteilung der Brüsseler Universitätsklinik Saint-Luc rund 25 aus Ägypten stammende Mumien gescannt. Über diesen Vorgang erhofft man sich neue Erkenntnisse zur Mumifizierung von menschlichen und tierlichen Körpern im Altertum. Schon in den 1990er Jahren wurden hier Mumien gescannt, doch heute sind Wissenschaft und Technik sehr viel weiter als damals.
CUSL / Hugues Depasse

Die durch den Röntgenscanner der Brüsseler Uniklinik Saint-Luc durchleuchteten Mumien entstammen dem Königlichen Museum für Kund und Geschichte in Brüssel und wurden von Medizinern und von Ingenieuren des Elektronikkonzerns Philips gescannt.

Das Projekt stand unter der Federführung der promovierenden Studentin Caroline Tillieux, die an der Fakultät Philosophie und Literaturwissenschaften der Katholischen Universität von Louvain-La-Neuve (UCL) studiert.

Ein Team von Ärzten, Wissenschaftlern und Historikern untersuchte auf diese Weise die mumifizierten Körper von 10 Menschen und von 15 Tieren. Die Vorgänge fanden jeweils zu nächtlicher Stunde statt. Es sollte möglichst vermieden werden, am Tage Patienten zu stören oder zu verunsichern und es mussten hygienische Vorschriften eingehalten werden.

Dabei wurden 2D und 3D-Bilder erstellt, die in einigen Tagen der Öffentlich gezeigt werden. Vom 15. Oktober 2015 bis zum 20. April 2016 zeigt das Königliche Museum für Kund und Geschichte im Brüsseler Jubelpark die Ausstellung „Sarcophargi. Unter den Sternen von Nut“, die sich den Beerdigungsritualen der alten Ägypter widmet. (Mehr Fotos, siehe unten)

CUSL / Hugues Depasse
CUSL / Hugues Depasse
CUSL / Hugues Depasse