Flandern strebt Verfahren gegen VW an

Die flämische Regierung strebt ein Verfahren gegen Volkswagen an, weil das Unternehmen Abgasmessungen bei Dieselfahrzeugen von VW manipuliert hat. Die Regierung werde als Nebenkläger auftreten, sagte Umweltministerin Joke Schauvliege in der VRT. Das bedeutet, dass ein Untersuchungsrichter den Fall bearbeitet.

"Wir werden als Nebenkläger auftreten", so die Ministerin wörtlich. "Ich denke, dass das ein deutliches Signal ist. Und wir werden sehen, was weiter auf europäischer Ebene passiert."

Zuvor hatte Schauvliege bereits betont, dass sie Volkswagen für die möglichen europäischen Bußgelder, die Flandern bezahlen müsse, falls die Region die Ziele für saubere Luft überschreite, verantwortlich machen wolle.

Wer in Belgien ein Dieselfahrzeug der Volkswagen-Gruppe mit der verdächtigen Software bestellt hat, kann übrigens anstelle dieses Autos einen Wagen mit Motor jüngeren Datums verlangen. Darauf weist der Importhändler D'Ieteren hin.

Es handelt sich dabei um 800 Autos der Marken Volkswagen, Audi, Seat und Skoda, die noch nicht angemeldet sind. Diese Operation kostet rund 2 Millionen Euro, aber der Kunde werde nichts davon merken, so Jean-Marc Pontville von D'Ieteren.

"Das wird den Kunden nichts kosten. Ersten Schätzungen zufolge sind das rund 2 Millionen Euro. Diese Summe muss aber der Importeur D'Ieteren aufbringen. Wir tragen sowieso alle Kosten", heißt es bei D'Ieteren.

Wie viele Autos mit besagter Software in Belgien herumfahren, kann D'Ieteren noch nicht sagen.