Flüchtlinge aus Brüsseler Maximiliaanpark müssen ihre Zelte abbrechen

Eineinhalb Monate lang wohnten Asylbewerber in Zelten im Maximiliaan-Park in der Nähe des Ausländeramtes in Brüssel. Jetzt wird der Park geräumt. Vor dem Ausländeramt demonstrieren an diesem Donnerstag deshalb mehrere hundert Migranten ohne Ausweispapiere.

In dem Park waren vor allem Menschen vorübergehend untergebracht, die auf ihre Anmeldung als Asylbewerber warteten.

Die Regierung will, dass sie in den WTC-Wolkenkratzer, ein Gebäude ganz in der Nähe des Parks, umziehen. Dort hat die Regierung vorübergehende Notunterkünfte eingerichtet. Bis zum Donnerstagabend sollen hier 620 Betten aufgebaut sein und langfristig sind weitere 300 Betten in dem Gebäude geplant.

Vier Zelte bleiben allerdings weiterhin im Park stehen. Die Zelte sind von der Organisation Ärzte ohne Grenzen und für die Flüchtlinge gedacht, die abends ankommen und nicht mehr in die Notunterkunft gehen können.

Das größte Problem sind jedoch die Personen ohne gültige Ausweispapiere, die sich unter die Kriegsflüchtlinge gemischt haben. Es handele sich um rund 100 Personen, sagt ein ehrenamtlicher Mitarbeiter. Die Räumung verläuft deshalb schleppend. Die Menschen ohne gültige Papiere, die dort zelten, wollen nämlich keineswegs den Park verlassen. Sie hoffen, auf diese Weise doch noch an eine gültige Aufenthaltserlaubnis zu kommen. Und wegnehmen wolle man diesen Menschen ihre Zelte nun wirklich nicht, heißt es bei der ehrenamtlichen Mitarbeit.

Mit der Räumung ist dennoch an diesem Donnerstag begonnen worden. Bis zum Mittag waren fast 100 von den 400 Zelten abgebaut.