Flandern und die Niederlande nach Atlanta

Geert Bourgeois (N-VA - links), der Ministerpräsident des belgischen Bundeslandes Flandern, und Mark Rutte (VVD - rechts), der Premierminister der benachbarten Niederlande, haben sich zu einer gemeinsamen Handelsmission nach Atlanta/Georgia aufgemacht. Sie werden von Vertretern von 85 flämischen und niederländischen Unternehmen begleitet.

30 der 85 Unternehmen, die Teil dieser flämisch-niederländischen Wirtschaftsdelegation sind, kommen aus Flandern. Interessant dabei ist, dass die meisten der mitgereisten Firmen aus drei spezifischen Bereichen kommen: Finanztechnologie, Sicherheit im Internet und intelligente Logistik. Diese Zwei-Länder-Delegation hofft für die hiesigen Unternehmen Aufträge und Partnerschaften sichern zu können.

Diese Reise ist nicht die erste gemeinsame flämisch-niederländische Handelsdelegation in den USA. 2013 zog der niederländische Premier Rutte gemeinsam mit Bourgeois‘ Vorgänger Kris Peeters (CD&V) nach Houston/Texas. Warum das Ziel der neuen gemeinsamen Reise mit Atlanta in Georgia wieder in die USA führt, liegt für den flämischen Ministerpräsidenten auf der Hand und ist kein Zufall:

„Die USA sind noch immer unser wichtigster Handelspartner außerhalb der Europäischen Union. Jede dritte unserer Investitionen hat mit den Vereinigten Staaten zu tun.“ Und gerade Atlanta in Georgia im Südosten der USA sei eine wichtige Wachstumsregion und ein wichtiger logistischer Standort, der mit dem flämischen Delta vergleichbar sei: „Das ist eine der am schnellsten wachsenden Regionen in Sachen High Tech. In den USA gehört Atlanta zur Top 3 in Sachen Finanztechnologie und IT-Sicherheit. Atlanta wird sogar ‚the next Silcon Valley‘ genannt.“

Mehrwert

Der Mehrwert einer gemeinsamen Handelsreise mit den Niederlanden liege im Fokus der Mission, so Flanderns MP Bourgeois: „Der liegt nämlich bei kleineren Sektoren, wie FinTech, IT-Sicherheit und Logistik. Für den Bereich Lebensmittel würden wir das so nicht machen. Da ist keine Kompatibilität sondern eher zu viel Konkurrenz. Eine solche gemeinsame Delegation kann man nicht organisieren.“

Auf dem gemeinsamen Besuchsprogramm stehen im Bereich Logistik der Atlante Airport, Coca Cola und UPS. Im Bereich IT-Security werden die entsprechenden Abordnungen von verschiedenen Unternehmen aus der Fortune-500-Liste empfangen.