Marcel Kittel unterschreibt bei Etixx-Quick Step

Der deutsche Radsportprofi und Sprintspezialist Marcel Kittel wird in den beiden kommenden Saisonen für die belgische Etixx-Quick Step-Mannschaft fahren. Teamchef Patrick Lefevere und der 27jährige Deutsche unterzeichneten am Sonntag einen entsprechenden Vertrag. Kittel konnte seinen Vertrag bei Giant-Alpecin vorzeitig auflösen und ersetzt bei den Belgiern Mark Cavendish, der zu MTN-Qhubeka wechselt.

Das Marcel Kittel ein Wunschkandidat von Quick Step-Boss Patrick Lefevere war, ist nicht neu. Konkrete Gerüchte verdichteten sich zudem, als die Mannschaft in der vergangenen Woche die deutsche Discounter-Kette Lidl als neuen Sponsor an sich binden konnte.

Marcel Kittel hat eine durchwachsene Saison hinter sich. Eine langwierige Verletzung schwächte den Topsprinter auch mental und er saß lange nicht mehr im Sattel. Giant-Alpecin wollte er verlassen, da er sich von der deutschen Mannschaft nicht mehr unterstützt fühlte.

Aber, Kittel ist ein Spitzenfahrer, der 61 Siege auf dem Konto hat. Er gewann u.a. 8 Tour de France-Etappen, zwei Giro-Etappen, eine Vuelta-Etappe, dreimal den Scheldepreis in Flandern und 5 Etappen in Polen-Rundfahrten. Quick Step-Teamchef Lefevere ist denn auch oben auf: „Marcel zeigte in den vergangenen Jahren seine enorme und pure Geschwindigkeit. Das macht ihn zu einem der besten Sprinter in der Radsportgeschichte.“

"Danke für das Vertrauen in mich"

Marcel Kittel, der bei Etixx-Quick Step Mark Cavendish ersetzen wird, hat damit zum ersten Mal seit 5 Jahren einen neuen Rennstall und die Aussicht auf neue Herausforderungen motiviert ihn dabei: „Ich bedanke mich bei dem Team für das Vertrauen und sehe Etixx-Quick Step als eine der besten Mannschaften der Welt an. Die Struktur um die Fahrer herum ist vorbildlich und ich komme in eine professionelle Umgebung, in der ich mich weiter entwickeln und verbessern kann.“

Ausschlaggebend für Kittel, bei Quick Step zu unterschreiben, war mit Sicherheit auch die Tatsache, dass er dort auf Freunde trifft: „Ich habe dort schon einige Freunde, wie Tony Martin. Tony ist einer meiner besten Freunde im Radsport. Wir fuhren schon zusammen, als wir noch jünger waren. Ich kann es kaum erwarten, das auch auf Profiebene zu machen.“