Weniger Arbeitslose in allen flämischen Provinzen

Zum ersten Mal seit langem sind die Arbeitslosenquoten in allen Provinzen des belgischen Bundeslandes Flandern rückläufig. An deutlichsten ist dies in Westflandern zu sehen. Dort ging die Arbeitslosigkeit um 5,1 % zurück. In den Provinzen Antwerpen und Limburg beschränkte sich dieser Wert allerdings nur auf knapp -1 %.

Die Zahl der Arbeitslosen sank in Flandern im September im Vergleich zum gleichen Vorjahresmonat um 1,8 %. Das bedeutet, dass hier Ende September exakt 237.736 Personen ohne Arbeit waren. Das sind genau 4.384 Arbeitsuchende weniger als im September 2014. Die Jugendarbeitslosigkeit sank im gleichen Zeitraum um 4,5 %.

Nur im Bereich der Altersklasse von 60 bis 65 Jahren stieg dieser Wert und zwar um 4.445 Einzelfälle. Der doch deutliche Anstieg in diesem Bereich ist eine Folge der Arbeitsmarkt- und der Rentenreform, nach denen sich ältere Arbeitslose länger für den Arbeitsmarkt zur Verfügung halten sollen.

Die Zahl der nur kurzzeitig arbeitsuchenden Personen sank vergangenen Monat um 5,4 %. Dem entgegen stieg die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Flandern um 9,4 %. Dieser Bereich betrifft jenen Personenkreis auf dem Arbeitsmarkt, der stets zuletzt von steigenden Konjunktur profitieren kann, meldet die Gratiszeitung für die Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel in Belgien, Metro, in ihrer niederländisch-sprachigen Montagsausgabe.