Die Armee rekrutiert nächstes Jahr 700 Mann

Das belgische Verteidigungsministerium wird im kommenden Jahr 700 zusätzliche Soldaten rekrutieren. Die Armee braucht 320 neue Berufssoldaten, 260 Unteroffiziere und 120 Offiziere. Diese Zahl entspricht der Rekrutierungsquote aus diesem Jahr, reicht aber immer noch nicht aus, um die Pensionierungswelle bei der Truppe vollständig aufzufangen.
Foto Kurt bvba

„Das ist das absolute Minimum“, so Bundesverteidigungsminister Steven Vandeput (N-VA) angesichts der aktuellen Sparprogramme der belgischen Bundesregierung, die auch die Armee betreffen.

2015 und 2016 wurden und werden jeweils 700 neue Soldaten angeworben, doch in den vergangenen beiden Jahren lagen die Rekrutierungszahlen wesentlich höher: 2014 1.400 Mann und 2013 sogar 1.700 Mann.

Theoretisch braucht die Truppe in Belgien pro Jahr rund 700 neue Soldaten, Offiziere und Unteroffiziere, um die natürlichen Abgänge und die abgemusterten Zeitsoldaten zu ersetzen. Inzwischen klagen aber alle Truppenteile bei der belgischen Armee über eine allgemeine und akute Personalknappheit.

Zusätzliche Aufgaben für die Armee

Das belgische Verteidigungsministerium wird aus Gründen des Personalmangels bei der Truppe auch Mitarbeiter der armeeeigenen Logistik und Fahrer zur Bewachung von öffentlichen Gebäuden, wie Botschaften oder Synagogen in Belgien abkommandieren. Weil im Kampf gegen den Terror viele Gebäude permanent bewacht werden müssen und weil dies besonders personalintensiv ist, müssen diese Armeeangehörigen jetzt entsprechend ausgebildet werden, wie Bundesverteidigungsminister Vandeput gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion angab:

„Darunter werden Leute sein, die im täglichen Leben Lastwagen fahren. Alle Soldaten werden dahingehend ausgebildet, um bei Bedarf auch Aufgaben zum Schutz und zur Sicherheit übernehmen zu können. Jeder Soldat kann sowieso mit einer Waffe umgehen. Fakt ist, dass die Betroffenen wissen müssen, worum es geht und wie sie sich verhalten müssen, wenn eine Bedrohung besteht.“