Die havarierte Flinterstar verliert weiter Öl

In der vergangenen Nacht ist ein 300 m langer Sanddam vor dem Naturschutzgebiet „Het Zwin“ bei Knokke aufgeschichtet worden. Dieser Dam, der etwas höher als die Fluthöhe der Nordsee an dieser Stelle ist, soll das aus dem am Dienstag vor Zeebrügge havarierten Frachter aus dem Naturschutzpark fernhalten.
Ricardo Smit

Die nach dem Zusammenstoß mit einem riesigen Gastanker auf einer Sandbank festgefahrene havarierte Finterstar hatte ursprünglich 427 t. Schweröl und 125 t. Dieselöl an Bord, doch aus dem Wrack lief auch am Mittwoch noch Öl aus. Zunächst bildete das ausgelaufene Öl zwei Flecken, die Richtung Nord-Nordost zogen, doch diese Ölteppiche rissen in der Nacht auseinander.

Darum entschieden die Behörden an der Nordseeküste, einen Schutzdam aus Sans aufzuschichten, was in der Nacht zum Mittwoch auch geschah. Inzwischen werde bereits Öl aufgefangen und abgepumpt, sagte Belgiens Staatssekretär für Nordseefragen, Bart Tommelein (Open VLD) zu den Vorgängen.

Am Mittwoch in den Mittagsstunden befand sich das meiste ausgelaufene Öl in der Umgebung des Offshore-Windparks C-power rund 20 km vor der belgischen Nordseeküste. Diese Stelle ist bereits mit Öl abhaltenden Schwimmwänden umgeben. Über die Ursache und den Zeitpunkt der Bergung der Flinterstar wurde unterdessen noch nichts bekannt. Zunächst müssen die Beobachtungen der Taucher, die das Schiff abgesucht haben, abgewartet werden.