Außenamt aktualisiert Reisewarnung für Türkei

Das Auswärtige Amt fordert Türkeireisende auf, sehr wachsam zu sein und politische Demonstrationen und öffentliche Kundgebungen zu meiden. Die Aktualisierung der Reisewarnung erfolgte nach dem Anschlag auf eine Friedensdemonstration am Samstagmorgen in der Nähe des Bahnhofs von Ankara. Bei dem doppelten Anschlag sind laut jüngsten Angaben des türkischen Gesundheitsministeriums mindestens 86 Menschen getötet worden. 186 weitere Personen seien verletzt worden, heißt es weiter.

Das Auswärtige Amt warnt davor, dass im Vorfeld der Wahlen in der Türkei am 1. November weitere politische Gewalt nicht auszuschließen sei. Außerdem bittet das Auswärtige Amt Türkeireisende, das aktuelle Tagesgeschehen zu beobachten und die Reisewarnungen auf der Webseite des Außenministeriums im Auge zu behalten.

Das Auswärtige Amt rät zudem aufgrund der seit Juli andauernden Gewalt von allen nicht wirklich wichtigen Reisen in die Provinzen Hatay, Gaziantep, Kilis, Sanliurfa, Mardin, Sirnak, Mus, Bingöl, Bitlis, Batman, Kars, Igdir, Agri, Van, Diyarbakir, Hakkari, Siirt und Tunceli ab.

Belgiens Außenminister Didier Reynders (kleines Foto im Text) drückte unterdessen den Opfern und ihren Familien sein Beileid über Twitter aus. Weiter verurteilte er die Anschläge in Ankara aufs Schärfste.

In einer Pressemitteilung rief er zu Frieden und Sicherheit in allen türkischen Regionen auf, so dass die Wahlen am 1. November unter guten Bedingungen ablaufen könnten. Nur so könnten alle Bürger ihre Wahlrechte in vollem Umfang wahrnehmen, heißt es in der Mitteilung noch.