Kommende Woche drohen regionale Bahnstreiks

Nach dem 24-Stunden-Streil in der Brüsseler Region am vergangenen Freitag kündigt die frankophone sozialistische Eisenbahnergewerkschaft CGSP Cheminots für den kommenden Montag und den kommenden Dienstag weitere regionale Streiks in Wallonien an. Ihre flämischen Kollegen ACOD Spoor wollen lediglich versuchen, die Fahrgäste über Infokampagnen zu sensibilisieren. Die Güterbahn wird dann allerdings zwei Tage lang bestreikt.

Am Montag, den 19. Oktober, wollen die Mitglieder der frankophonen sozialistischen Eisenbahnergewerkschaft CGSP Cheminots mit Aktionen und Arbeitsniederlegungen in den Provinzen Luxemburg, Namür und Lüttich sowie in Teilen Wallonisch-Brabant gegen die strategischen Pläne zum Eisenbahnwesen von Bundesverkehrsministerin Jacqueline Galant (MR) und gegen das Ausbleiben von konkreten Protokollen zu den Tarif- und Sozialverhandlungen protestieren.

Diese Aktionen können durchaus Auswirkungen auf das gesamte Bahnnetz in Belgien haben.

Am Tag darauf, am Dienstag, den 20. Oktober, führt die sozialistische Eisenbahnergewerkschaft ACOD Spoor in den flämischen Provinzen Antwerpen und Limburg Aktionen durch, doch diese betreffen lediglich Aktionen, bei denen die Gewerkschaft die Reisenden, sprich die Kunden der Bahn ansprechen will, um diese auf das Thema aufmerksam zu machen.

Gleichzeitig wollen die wallonischen im Hennegau und wieder in Wallonisch-Brabant zuschlagen. Daneben soll der Bahnhof Charleroi-Süd geschlossen bleiben, der Hauptbahnhof der Hauptstadt der Provinz Hennegau.

Auch dies wird sich wohl oder übel landesweit auswirken.

An beiden Tagen wird allerdings der Güterverkehr bei der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB vollständig von den beiden sozialistischen Gewerkschaften bestreikt. Hier gilt eine Streikankündigung über 48 Stunden, die am Sonntagabend beginnt und bis Dienstagabend andauern soll.