Audi bleibt in Brüssel und baut elektrischen SUV

Der deutsche Autobauer Audi aus Ingolstadt bleibt weiter am Standort Brüssel, auch wenn die Produktion des Audi A1 in absehbarer Zeit nach Spanien verlegt werden soll. Auch mithilfe von staatlichen Zuschüssen bleibt der Standort Brüssel erhalten. Dort wird in Zukunft der elektrische SUV Q6 E-tron produziert, wie verschiedene Medien in Belgien berichten.
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Ab 2018 wird im Audi-Werk im Brüsseler Stadtteil Vorst der elektrische Geländewagen Q6 E-tron gebaut. Dies berichten gleichlautend gleich mehrere Tageszeitungen in Flandern und Brüssel, doch diese Meldungen wurden von Seiten der Direktion bei Audi-Belgien noch nicht bestätigt. Fest steht allerdings, dass sich das Audi-Management noch in der laufenden Woche mit Vertretern der belgischen Bundesregierung an einen Tisch setzen wird, um gemeinsam über die Zukunft von Audi in Brüssel zu sprechen.

Die Gewerkschaften bei Audi in Vorst gaben gegenüber den Redaktionen der flämischen Tageszeitung De Morgen und der Brüsseler Regionalsender FM Brussel zu verstehen, dass ihnen in Deutschland mündlich die Produktion des SUV Q6 E-tron bereits zugesagt worden sei. Offenbar will die Audi-Direktion in Ingolstadt erst im November offiziell mit einer entsprechenden Erklärung an die Öffentlichkeit gehen.

Bereits bekannt war, dass der belgische Staat ein Förderpaket über 100 Mio. € für den Brüsseler Audi-Standort geschnürt hat und der deutsche Autobauer selbst will rund 600 Mio. € hier investieren. Wie sich das alles auf die Beschäftigung in den Standort auswirken wird, bleibt vorerst noch unklar. Doch auch wenn mit dem Modell Q6 E-tron weniger Neuwagen in Brüssel von Band laufen werden, braucht es dort wohl gleichviele Mitarbeiter, wie jetzt bei der Montage des A1, zumal auch spezifische Komponenten, wie die Akkus für den Antrieb der elektrischen Q6 E-tron-Triebwerke hier hergestellt werden sollen, wie gemeldet wird.