Belgiens Chemiesektor arbeitet nachhaltig

Die Chemieindustrie in Belgien ist auf dem Wege der Nachhaltigkeit. Sie steigerte zwischen 2005 und 2013 ihre Produktion bei gleichzeitig weniger Rohstoffnutzung und einer signifikanten Begrenzung des Ausstoßes von Treibgasen, die Essenscia, der Dachverband der belgischen Chemie-, Pharma- und Biotechnologie-Industrie dazu meldet.

Im aktuellen Bericht von Essenscia ist die Rede von um 80 % gesenktem Treibgasausstoß im Zeitraum von 2005 bis 2013. „In einem Zeitraum von 8 Jahren ist der Produktionsindex um 41 % angestiegen, während der Gebrauch von Energieträgern als Rohstoff (Erdöl, Treibstoffe, Biomasse und Erdgas) um 8 % sank. Andersgesagt: Der Sektor produziert mehr mit weniger Rohstoffen.“

Nach Ansicht des Sektor-Dachverbandes fußt die gesteigerte Produktivität also nicht auf einen verstärkten Import von Rohstoffen. Belgiens Bundesministerin für Energie, Umwelt und Nachhaltige Entwicklung, Marie-Christine Marghem (MR) begrüßt die Ergebnisse dieses Industriezweigs. Sie legte Wert auf die Feststellung, dass dies ein „Gewinn für die Umwelt“ sei, bei dem sich die Chemieindustrie Innovationen zu Nutzen gemacht habe, die dadurch auch Einzug in andere Sektoren, wie die Automobilindustrie, die Bauwirtschaft und der Immobiliensektor sowie die Landwirtschaft, gehalten hätten.

"Einen Gang höher schalten"

Der belgische Chemiesektor und sein Dachverband Essenscia haben hohe Erwartungen an die Klimakonferenz in Paris, die noch in diesem Jahr stattfinden wird. Europa lege der hiesigen Industrie bindende Auflagen zur Nachhaltigkeit auf, heißt es bei Essenscia, doch der Dachverband fordert in diesem Zusammenhang, dass jetzt auch der Rest der Welt im Hinblick auf die Nachhaltigkeit „einen Gang höher schaltet“, damit in Zukunft alle Unternehmen weltweit mit den gleichen Konditionen arbeiten und produzieren.