Ex-Ford Genk-Gelände stellenweise verseucht

Das Gelände, auf dem die Anlagen des geschlossenen Ford-Werks von Genk (Prov. Limburg) stehen, ist an sieben Stellen verseucht. Dies ist aus einer entsprechenden Untersuchung der flämischen Abfallgesellschaft OVAM ersichtlich. Nach einer Meldung des VRT-Senders Radio 2 Limburg muss die flämische Landesregierung für die Sanierung aufkommen.

Am 1. Januar 2016 wechselt das frühere Ford-Gelände in die Hände des belgischen Bundeslandes Flandern über. Flandern überweist dem US-Autobauer dafür nicht mehr, als einen symbolischen Euro. Flandern wollte das Gelände unbedingt übernehmen, um dort neue Industrie anzusiedeln. Dazu wurde bereits Ende 2013 mit Ford ein Abkommen geschlossen.

Doch bevor es dort zum Bau neuer industrieller Anlagen kommen kann, müssen einige ehemalige Ford-Werkshallen abgerissen oder umgebaut werden und teilweise muss verseuchter Boden saniert werden. Die Landesabfallbehörde OVAM hat die Böden auf dem Werksgelände analysiert und an sieben Stellen Verseuchungen festgestellt.

Die Kosten für die entsprechende Sanierung werden auf rund 10 Mio. € veranschlagt. Flanderns Landeswirtschaftsminister Philippe Muyters (N-VA) ist bereit dazu, dass das Bundesland diese Kosten übernimmt: „Wir müssen zuerst sanieren, um danach die Grundstücke verkaufen zu können. Damit können wir diese Unkosten vielleicht wieder reinholen.“

Masterplan

Muyters gab an, dass schon jetzt Interesse an verschiedenen Grundstücken auf dem ehemaligen Ford-Gelände besteht. Ende des Jahres soll ein Masterplan vorgelegt werden, aus dem ersichtlich sein soll, welche Anpassungen an Grundstücken oder vorhandenen Anlagen und Gebäuden vorgenommen werden müssen. Sicher ist bislang nur, dass die frühere Ford-Halle „C“ abgerissen werden wird.